Stadtentwicklung

Neue Parkhaus-Pläne für Emder Innenstadt

Gordon Päschel
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Von Gordon Päschel
| 09.04.2021 15:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Die Neutor-Arkaden in Emdens Innenstadt nehmen Gestalt an - im Sommer ist die Eröffnung. Umso dringlicher wird die Frage nach einem Park- und Verkehrskonzept. Die Stadt scheint einer Lösung nah.

Emden - In Emden zeichnet sich eine Lösung für ein seit Jahren quälendes Problem ab: das Parkhaus zu den Neutor-Arkaden. Wie die Redaktion aus sicherer Quelle erfahren hat, stehen die Stadt und der Projektentwickler - die List-Gruppe aus Nordhorn - mit einem potenziellen Betreiber in fortgeschrittenen Verhandlungen. Es soll sich dabei um einen privaten Investor aus Emden handeln. Das Parkhaus ist ein wichtiger Bestandteil der Neutor-Arkaden, die zurzeit auf dem Areal der ehemaligen Kaufhalle gebaut werden.

Auf Nachfrage zum Stand der Gespräche und zu Zeitplänen hält List sich bedeckt: „Es ist ein laufender Prozess“, sagte der Unternehmenssprecher Steffen Menkhaus am Freitag. Zu Details werde er sich deswegen nicht äußern. Die Stadt will sich zum politisch heiklen Thema am 22. April erklären. Für den Tag ist ein Treffen zwischen der Verwaltung und dem Rat angesetzt.

Parkhaus bereitet Kopfzerbrechen

Das fehlende Parkhaus mit den dringend benötigten Stellplätzen in der Innenstadt bereitet den Projektplanern seit langem Kopfzerbrechen - die Investorensuche gestaltete sich schwieriger als zunächst angenommen. Die nahende Eröffnung der Neutor-Arkaden bringt die Beteiligten immer stärker unter Zugzwang. Laut Sprecher Menkhaus peilt List einen Termin „Ende drittes, Anfang viertes Quartal dieses Jahres“ an.

Dann nehmen in dem Gebäude, das auf dem Areal der einstigen Kaufhalle entsteht, unter anderem eine Combi-Filiale, die Drogerie Müller und ein Hotel ihren Betrieb auf. In einen angrenzenden Bürokomplex ziehen ein Kundencenter der Stadtwerke Emden sowie deren Tochtergesellschaft Emden Digital ein. Mit den Mietern kommen auch die Kunden.

CDU wird ungeduldig

Die CDU-Fraktion im Emder Rat macht sich unterdessen nicht nur Gedanken ums Parken, sondern auch um die Verkehrsströme. In einer Anfrage an die Stadt, die der Redaktion vorliegt, verlangt der Vorsitzende der Fraktion, Gerold Verlee, nach einem Konzept. „Bis zur Eröffnung müssen die Maßnahmen nicht nur auf dem Tisch liegen sondern ggf. umgesetzt sein! (sic)“, schreibt er. Was ihn stört: Das Konzept sei Teil einer vertraglichen Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Projektentwickler List. Wie der Verkehr künftig gelenkt werden soll, hätte in seinen Augen deswegen längst geklärt werden müssen.

Vom Bau der Neutor-Arkaden betroffen ist mit der Neutorstraße eine Hauptschlagader in der Innenstadt. Wegen der Arbeiten ist sie seit Monaten in eine Fahrtrichtung gesperrt. Zurzeit wird sie benötigt, um die Klinkerfassade am Gebäude anbringen zu können. Viele Emderinnen und Emder fragen sich, ob und wenn ja wann der gesperrte Fahrstreifen, der zwangsläufig zu größeren Ausweichverkehren führt, wieder freigegeben wird. „Es gibt dazu die wildesten Vorschläge“, sagt Erich Bolinius, Fraktions-Chef der FDP. Auch er fordert Klarheit und eine baldige Entscheidung, damit die Öffentlichkeit informiert werden könne.

Auf Nachfrage teilt Menkhaus dazu mit, dass die Neutorstraße mit Abschluss der Fassaden-Arbeiten vollständig geöffnet werden solle. „Sie wird voraussichtlich bis Mitte des Jahres wieder freigegeben“, so der List-Sprecher.

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