Verkehr
Zukunft von Greetsieler Brücke bleibt unklar
Monate nach der Sperrung einer maroden Brücke in Greetsiel ist noch immer unklar, was aus ihr wird. Dabei soll die derzeitige Umleitung eigentlich ein Provisorium sein – außer es fließt Geld.
Was und warum
Darum geht es: Noch immer ist unklar, ob Greetsiel eine dauerhafte neue Straße bekommt oder nicht.
Vor allem interessant für: Kraftfahrer, die von der Sperrung der Brücke über das Greetsieler Sieltief betroffen sind.
Deshalb berichten wir: Es hieß, dass die derzeitige Umleitung erst einmal nur ein Jahr lang genehmigt bleiben soll. Inzwischen ist mehr als ein halbes Jahr vergangen, aber es hat sich noch nichts getan. Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de
Sprecher ist dort Fritz Harders. Er schreibt: „Für beide Optionen wird eine Kostenermittlung gemacht, die noch nicht abgeschlossen ist.“ Es ist also noch immer völlig offen, ob die Brücke wieder vollständig repariert wird. Im Oktober waren die Kosten dafür mit etwa 700.000 bis 800.000 Euro beziffert worden. Nachdem die Mängel festgestellt worden waren, durften zunächst nicht einmal Radfahrer und Fußgänger das Bauwerk nutzen. Dann wurde die Brücke aber „mit Bordmitteln“ durch den Bauhof der Gemeinde Krummhörn wieder soweit für sie hergerichtet, hatte Harders erklärt.
Tempolimit soll am Ende wieder erhöht werden
Sollte die Brücke, die den Kloster-Appingen-Weg mit der Straße An den Darren verbindet, nicht repariert werden, müsste die jetzige Umleitung zu einer Dauerverbindung werden. Sie führt vom Kloster-Appingen-Weg ausgehend Richtung Visquard und dann an der Bohrstelle der Firma Exxon-Mobil vorbei bis zur Kreisstraße 233. Das geht jedoch nur ausnahmsweise. So schreibt der Landkreis Aurich für eine dauerhafte Nutzung vor, dass an der Greetsieler Ortsumgehung, also der Kreisstraße, eine neue Abbiegespur errichtet werden muss.
Derzeit ist die Geschwindigkeit dort in Höhe der Abbiegung nämlich sicherheitshalber auf 50 Kilometer pro Stunde reduziert. Dies ergebe sich wegen der Verkehrssicherheit, aber auch aus verkehrsrechtlichen Regelungen. „Keine neuen öffentlichen Zufahrten an Kreisstraßen außerorts“ laute die Regel, hatte Landkreis-Sprecher Rainer Müller-Gummels dieser Redaktion im vergangenen Jahr mitgeteilt. Nachdem in der Sache eine Entscheidung getroffen und umgesetzt wurde, soll das Geschwindigkeitslimit wieder auf 70 Stundenkilometer hochgestuft werden, kündigt Neumayer an. Immerhin handelt es sich um eine Außerortsstraße.