Innenstädte
Bau der Neutor-Arkaden in Emden geht auf die Zielgerade
Die Neutor-Arkaden auf dem ehemaligen Kaufhallen-Gelände in Emden werden bald fertig. Die beiden großen Kräne auf der Großbaustelle sind schon verschwunden. Für Autofahrer gibt’s eine gute Nachricht.
Was und warum
Darum geht es: Die Neutor-Arkaden in der Emder Innenstadt sollen bis zum Spätsommer dieses Jahres fertig werden. Mit dem Projekt sind in Emden viele Hoffnungen verknüpft. Es soll der Entwicklung der Innenstadt wichtige Impulse geben.
Vor allem interessant für: Leute, die sich für das Einkaufen und Arbeiten in der Emder Innenstadt interessieren, sowie für Autofahrer, die in Emden künftig nicht mehr lange nach Parkplätzen suchen wollen.
Deshalb berichten wir: Der Projektentwickler List Develop Commercial aus Nordhorn hat über den aktuellen Stand beim Bau der Neutor-Arkaden berichtet. Ein Zeichen für den Baufortschritt: Die Baukräne wurden in dieser Woche von der Großbaustelle abgezogen. Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de
Wie die List-Gruppe mitteilt, ist der Bau mittlerweile weit fortgeschritten und „weitestgehend abgeschlossen“.
Das neue Gesicht dieses Eingangstors zum Stadtzentrum nimmt immer mehr Konturen an. Das Dach sei bereits komplett fertig, so Steffen Menkhaus, Pressesprecher der List-Gruppe. Die beiden großen Kräne, die lange zur Skyline von Emden gehörten, sind in dieser Woche von der Großbaustelle abgezogen worden. Gegenwärtig wird noch an den Fassaden und an den Fenstern gearbeitet. Zugleich werde jetzt der Innenausbau vorangetrieben, so Menkhaus.
Neutorstraße bald wieder frei
Nach seinen Angaben wird bald auch die einseitige Sperrung der Neutorstraße aufgehoben. Voraussichtlich Mitte des Jahres werden Autos auf dieser wichtigen und vielbefahrenen Verkehrsachse wieder freie Fahrt in beide Richtungen haben. Unterdessen ist die List-Gruppe auf der Suche nach weiteren Mietern für das neue Stadtquartier. Es stehen noch insgesamt etwa 2000 Quadratmeter an Flächen zur Verfügung. „75 Prozent der Flächen in den Neutor-Arkaden
sind bereits jetzt vermietet“, wird Michael Garstka in einer Mitteilung von List zitiert. Er ist Geschäftsführer des Projektentwicklers List Develop Commercial.
Die noch freien Flächen teilen sich auf fünf Mieteinheiten auf. Interessenten könnten aber auch mehrere Einheiten mieten, so Garstka. Sie eigneten sich „grundsätzlich für jede Nutzung“, so der zuständige List-Projektleiter Michael Bleiziffer. Er meint damit Büros, Praxen oder Dienstleistungen. Die Flächen ließen sich dafür flexibel anpassen.
Stadtwerke nutzen zwei Geschosse
Schon lange steht fest, dass in das Hauptgebäude des Komplexes ein Warenhaus der Drogeriekette Müller, ein neuartiger und speziell für Innenstädte konzipierter Combi-Markt der Leeraner Bünting-Gruppe sowie ein Hotel der Kette B&B einziehen werden.
Die beiden unteren Geschosse des angrenzenden Gebäudeteils – es entstand auf dem kleineren Teil des ehemaligen Kaufhallen-Parkplatzes – werden das neue Kundencenter der Stadtwerke Emden und deren Tochtergesellschaft Emden Digital beherbergen. Im Erdgeschoss planen die Stadtwerke unter anderem ein Forum für Veranstaltungen mit bis zu 60 Besuchern. Der Eingang zum Kundencenter der Stadtwerke wird an der Pottgießerstraße liegen. Wie es in den Räumen einmal aussehen wird, können Passanten auf Darstellungen am Bauzaun der Großbaustelle sehen.
Lösung für Parkhaus in Sicht
Auch für das Parkhaus, das auf dem ehemaligen Kaufhallen-Parkplatz zwischen der Pottgießerstraße, der Johann-Wessels-Straße und der Straße Agterum geplant ist, zeichnet sich nach langer Zeit der Ungewissheit eine Lösung ab.
Es soll Teil des neuen Parkkonzeptes für die Innenstadt werden, das die Stadt zusammen mit dem Emder Projektentwickler und Investor Udo Fuhrmann sowie der ebenfalls in Emden ansässigen Score-Tankstellen und Mineralölhandels-GmbH umsetzen will. Die Pläne sehen insgesamt vier neue Parkhäuser oder -decks innerhalb des Wall-Rings um die Innenstadt vor. Das Parkhaus der Neutor-Arkaden hatte zwischenzeitlich auf der Kippe gestanden, weil sich die Suche nach Investoren zuletzt schwierig gestaltet hatte. Nun könnte es „ein erster Schritt in Richtung eines stimmigen Parkraumkonzeptes“ sein, ließen Fuhrmanns Unternehmen Pro.Ces und Score jüngst verlauten.