Meinung

Was Sie heute wissen sollten

Dicke | Niederlande | Immobilienpreise

Von Joachim Braun

Das Wichtigste aus der Region, jeden Morgen um 6.26 Uhr zusammengefasst von der Chefredaktion der Ostfriesen-Zeitung.

Eigentlich bin ich bis auf altersgerechte Zipperlein ziemlich gesund, aber es besteht kein Zweifel, dass ich für mein Gewicht deutlich zu klein bin. Untergroß heißt es so schön bei Garfield, dem Kater. Adipös nennt das völlig unschmeichelhaft die Medizin. Was mein Risiko eines schweren Verlaufs bei einer Covid-19-Erkrankung deutlich erhöht, wie Ute Nobel schreibt. Sie hat umfassend recherchiert, mit einer Diätassistentin gesprochen, mit dem Chef-Internisten im Klinikum Leer und mit anderen Experten. Bei mir geht es nur um ein paar läppische Kilogramm. Aber Sie wissen ja bestimmt, wie das ist mit dem inneren Schweinehund.

Solche Probleme hat der junge Kollege Daniel Noglik nicht. Ein Hänfling. Aber er kann sich mächtig aufregen. Zum Beispiel über die Regierungen in Hannover und Den Haag und deren laxen Umgang mit dem „kleinen Grenzverkehr“. Nachdem er am Freitag auf Dienstreise in Groningen ein Alltagsleben sah, als gäbe es kein Virus, will er nun nicht hinnehmen, dass dies allein deshalb legal ist, weil die Politik dieses Problem offenbar ignoriert. Ein Kommentar.

Die meiste Zeit meines Lebens habe ich in Oberbayern verbracht. Eine Gemeinsamkeit zwischen dort und Ostfriesland sind die steigenden Immobilienpreise (auch wenn sie im Voralpenland auf einem ganz anderen Niveau sind). Ein oft gehörtes Vorurteil ist, dass vor allem Auswärtige die Preise kaputt machen. Aber ist das wirklich so? Andreas Ellinger hat nachgefragt und mit Maklern gesprochen. Die glauben nicht, dass der Anteil von Käufern, deren Postleitzahl nicht mit 26 beginnt, steigt, wohl aber Martin Homes vom Gutachterausschuss in Aurich, der bestätigt, dass der Anteil auswärtiger Immobilienkäufer sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat.

Aktiv bemüht um neue Bauplätze für junge Familien aus der Umgebung ist die Gemeinde Uplengen. Eine der Bedingungen, um ein Grundstück zugesprochen zu bekommen, ist zuzusichern, dass man mindestens fünf Jahre in dem Eigenheim wohnt. Wer dagegen verstößt, muss eine Vertragsstrafe zahlen. Die 5000 Euro sind allerdings zu wenig abschreckend, wie die Gemeinde nun festgestellt hat. Gemeinderäte haben nun empfohlen, die Hälfte des Gesamtkaufpreises zu verlangen. Nikola Nording berichtet.

Noch stecken wir mitten in der Pandemie, aber die darniederliegende Kreuzfahrtindustrie glaubt an ihr Morgen. Bester Beweis ist das im April auf Kiel gelegte Luxusschiff, das die Meyer-Werft für den Unterhaltungskonzern Disney baut. Das „Schloss auf See“ soll 4000 Gästen ein unvergleichliches Reiseerlebnis bieten. Unglaublich, was dort an Unterhaltungsmöglichkeiten geboten werden wird. Mit Wasserbahn vergoldeter Cinderella und allerhand anderem Prunk und Pomp. Christoph Assies hat sich erzählen lassen, was die Papenburger Werft an Illusionen umsetzt. Wer’s mag.

Vor gut zwei Wochen haben wir unsere Leser zur Onlineumfrage gebeten. Uns interessiert, welche Probleme ostfriesische Eltern in der Pandemiezeit haben. Fast 800 Leser haben an der Befragung teilgenommen. Erste Ergebnisse hat Mona Hanssen ausgewertet. Kritik gibt es unter anderem an der fehlenden digitalen Ausstattung der Schulen, die zwischen befriedigend und ausreichend bewertet wird. Schwer wiegend sind auch die psychischen und sozialen Probleme von Schülerinnen und Schülern: „Wir laufen am Limit“, schreiben die Eltern eines Grundschülers. Die Belastung der Gymnasiasten wird mit der Schulnote Vier bewertet.

Wann haben Sie sich zuletzt ein neues Fahrrad gekauft? Früher war das einfach, die wesentliche Unterscheidungsmerkmale waren schmale (Rennrad) und breite Reifen (Mountainbike) und irgendwas dazwischen (Trekking-Rad, City-Rad), heute gibt es fast so viele unterschiedliche Typen wie Käufer. Zum Beispiel das Gravelrad, ein Rennrad, das auch für Waldwege taugt. Das ist mehr als ein Marketing-Gag, wie Matthias Herzog erfragt hat, für seine Geschichte über dieses äußerst vielseitige und auch in Ostfriesland inzwischen beliebte Rad.

Nach dem kältesten April der vergangenen 40 Jahre ist auch der Mai nicht gut gestartet. Am Wochenende war es kalt und regnerisch, und der Wochenanfang war nicht besser, und auch die Voraussage stimmt nicht optimistisch. Heute kommt auch noch Sturm dazu, wie der Deutsche Wetterdienst warnt. An der Küste sorgt Tief Eugen sogar für Böen bis zu Windstärke 10. Seien Sie also vorsichtig, wenn Sie das Haus verlassen.

Was heute wichtig wird:

  • Darüber, wie es mit dem Leeraner Hafen weitergehen könnte, sind sich Bürgermeisterin Beatrix Kuhl und ihr Kontrahent um das Bürgermeisteramt, Stadtwerke-Chef Claus-Peter Horst, uneins. Der Wahlkampf hat begonnen. Katja Mielcarek berichtet.
  • Handwerker sind auch in Ostfriesland derzeit sehr gefragt. Doch das Material wird knapp und dadurch steigen die Preise. Warum das so ist und was das sonst noch für Folgen hat, berichtet Christine Schneider-Berents.
  • Sondersitzung des Auricher Kreistags: Heute wird dort das Gutachten über die Impfaffäre an der Ubbo-Emmius-Klinik vorgestellt. Marion Luppen verfolgt die Sitzung. Zudem ist Tobias Rümmele vor Ort. Er berichtet via Liveticker. Ab 14 Uhr kann man diesen auf unserer Internetseite www.oz-online.de verfolgen.
  • Der Bau der neuen Stromautobahn von Emden nach Conneforde im Ammerland nimmt nun auch im westlichsten Abschnitt Fahrt auf. Heiko Müller berichtet über den aktuellen Stand der Arbeiten.

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