Kommentar zur Krummhörn-Wahl

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Ein Kommentar von Claus Hock
| 13.09.2021 17:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die AfDhat den Sprung in den Krummhörner Gemeinderat geschafft. Symbolfoto: Schuldt/dpa
Die AfDhat den Sprung in den Krummhörner Gemeinderat geschafft. Symbolfoto: Schuldt/dpa
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Der neue Gemeinderat der Krummhörn hat viele Chancen, aber auch Herausforderungen. Der Umgang mit der AfD gehört ebenso dazu wie das Aufbrechen des Status Quo.

Krummhörn - So viele neue Gesichter im Krummhörner Gemeinderat bieten zumindest theoretisch die Chance, dass sich auch an der politischen Arbeit etwas verbessert. Zuletzt bestach der Gemeinderat eher durch Streitigkeiten, Aufschiebereien und befindlichkeitsfixierte Politik. Wie es ab November weitergeht, das liegt nun auch in den Händen „der Neuen“. Man darf gespannt sein.

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Gespannt sein darf man auch auf die AfD. Jan Adolf Looden, Fraktionschef der AfD im Kreistag, hat einen Sitz im Gemeinderat ergattert. In der Kreispolitik ist der AfD-Politiker bislang nicht sonderlich negativ aufgefallen. Das ist nicht so untypisch für AfD-Abgeordnete auf den kommunalen Ebenen. Aber man darf nicht vergessen, dass die AfD vieles ist: völkisch, rechts, zerstritten, rassistisch, unter Beobachtung stehend – nur eine Alternative für ein freies und demokratisches Land sind sie nicht. Wer Mitglied dieser Partei ist, trägt dies mit. Die extremen Positionen der AfD mögen in der Lokalpolitik mitunter nicht so auffallen. Allerdings: Alles, was AfD-Abgeordnete tun, tun sie, um die Positionen ihrer Partei weiter zu stärken. Das gilt auch für Abgeordnete anderer Parteien. Die meisten dieser Parteien sind aber weder völkisch noch fremdenfeindlich oder rassistisch. Wie der Rest des Krummhörner Rates mit der Beteiligung der AfD umgeht, wird ein weiterer Test sein – sowohl für die alten Hasen als auch die Neuen.

Den Autor erreichen Sie unter c.hock@zgo.de