Fußball
400 Zuschauer sehen Papenburger 3:0 gegen TuRa
In der Landesliga setzte sich Papenburg klar mit 3:0 gegen Westrhauderfehn durch. Der Sieg war verdient. Doch die Partie hätte auch ganz anders verlaufen können. Vor der Pause gab es zwei Knackpunkte.
Papenburg - Nüchtern betrachtet hat Fußball-Landesligist TuRa 07 Westrhauderfehn nach dem Resümee der 90 Minuten verdient mit 0:3 im Derby bei BW Papenburg verloren. Doch hätte der Gast in der ersten Halbzeit gute Chancen genutzt und die „Schlafmützigkeit“ der Gastgeber in Tore umgemünzt, hätte der Abend für die Fehntjer auch anders verlaufen können. Doch so sorgte Torben Lange mit der BW-Führung kurz vor der Pause für lange Gesichter bei TuRa, das nach dem Wechsel abbaute und letztlich noch klar mit 0:3 verlor.
„Unter dem Strich ist es eine verdiente Niederlage“, sagte Gäste-Trainer Erhan Colak, dessen Gegenüber Alo Weusthof nach einem Punkt aus zwei Spielen und einer bescheidenen ersten Papenburger Halbzeit erleichtert war. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr viele Fehler und kein gutes Spiel gemacht. Letztlich haben wir aber noch 3:0 gegen TuRa gewonnen – das muss man dann auch erstmal schaffen.“
TuRa muss in Führung gehen
In einer zunächst zerfahrenen Partie besaß der Gastgeber die ersten beiden Möglichkeiten. Nach einer Flanke von Jonas Korte kam David Schiller frei zum Kopfball, doch TuRa-Keeper Hendrik Gossmann parierte stark (2.). Vier Minuten später legte Torben Lange vor dem TuRa-Tor quer auf Malte Fokken, dessen Schussversuch dann im letzten Moment geblockt wurde.
Danach passierte lange nichts, ehe Westrhauderfehn mit einigen Umschaltaktionen immer gefährlicher wurde. Nach guten Zuspielen von Ole Eucken und Sönke Weßling wurde Torjäger Frank Waden in Szene gesetzt. Ein Schuss konnte geblockt werden (27.), bei der zweiten Chance traf Waden den Ball nicht und schlug ein Luftloch (32.). Eine abgefälschte Flanke des Stürmers touchierte dann die Latte (35.), ehe die Fehntjer hätten in Führung gehen müssen. Wieder war natürlich Frank Waden beteiligt. Dessen flache und scharfe Hereingabe in die Mitte erreichte am zweiten Pfosten Weßling, der den Ball dann aus fünf Metern über das Tor schoss – dabei hatten die TuRa-Fans unter den 400 Zuschauern den Torschrei schon auf den Lippen. „Das war ein Knackpunkt. Die schlechte Chancenverwertung von uns zieht sich leider wie ein roter Faden durch die Saison“, haderte Trainer und Ex-Torjäger Erhan Colak.
Eric Bruns belebt das Papenburger Spiel
Kurz vor der Pause wurde diese Nachlässigkeit bestraft. Nach einem schönen Papenburger Angriff landete ein missglückter Schussversuch von Niklas Jansen eher zufällig bei Stürmer Torben Lange, der aber sehenswert den Ball aus neun Metern zur dann doch glücklichen Papenburger Führung ins lange Eck platzierte (44.).
Eine Einwechslung zur Pause sollte sich dann als goldrichtig erweisen. Denn Joker Eric Bruns wurde ein belebendes Element, bereitete direkt eine Fokken-Chance vor (Gossmann parierte) und traf dann selbst zum 2:0. Dabei profitierte der Angreifer von einem Fehlpass von TuRa-Keeper Gossmann. So brauchte Bruns den Ball nur noch ins leere Tor schießen (56.). Auch beim 3:0 hatte der Joker seine Füße im Spiel. Nach Doppelpass mit Bruns wurde Zolfaqhar Nazari im Strafraum umgerissen: Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an, traf zum 3:0 und „tütete“ den Sieg damit nach 66 Minuten schon ein.
Von TuRa war offensiv in der zweiten Halbzeit kaum noch etwas zu sehen. Eine „Halbchance“ von Kevin Lüpkes (63.) und ein geblockter Schuss von Weßling (65.): das war es. „Wir haben das nach dem Wechsel leider nicht mehr gut gemacht. Papenburg war wesentlich srukturierter“, sagte TuRa-Coach Erhan Colak. So hätten die Papenburger eher noch das 4:0 erzielen können als die TuRaner den Anschlusstreffer. Das wäre des Guten aber zu viel gewesen.