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Leider auch die AfD

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Ein Kommentar von Daniel Noglik
| 02.10.2021 08:44 Uhr | 2 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Der Sitzungssaal des Deutschen Bundestages. Bild: Pixabay
Der Sitzungssaal des Deutschen Bundestages. Bild: Pixabay
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Bei der Bundestagswahl haben es sieben Abgeordnete für die Region in den Bundestag geschafft. Einer von ihnen hat mit Ostfriesland rein gar nichts zu tun.

Sechs Abgeordnete aus nicht-populistischen Parteien repräsentieren Ostfriesland im neuen Bundestag. Mit Siemtje Möller, Johann Saathoff und Anja Troff-Schaffarzyk für die SPD, Gitta Connemann und Anne Janssen für die CDU sowie Julian Pahlke für die Grünen haben es Kandidaten ins Parlament geschafft, die in der Region leben und sich mit den Menschen hier identifizieren. Äußerst bedauerlich ist hingegen, dass auch AfD-Mann Joachim Wundrak in den Bundestag einzieht, der zwar im Wittmunder Wahlkreis angetreten ist, dessen einzige Verbindung in den Nordwesten aber offenbar die große Militärpräsenz ist.

Immerhin hat er der Kollegin Imke Oltmanns versichert, für die Region Verantwortung übernehmen zu wollen. Wie sehr die Menschen in seinem Wahlkreis das möchten, sei mal dahingestellt – angesichts eines Erststimmenergebnisses von 7,7 Prozent. Eines von Wundraks wichtigsten Anliegen, das sagt er selbst, ist die Souveränität Deutschlands. Dass mit der Friesischen Freiheit aber nicht gemeint ist, die Organe der Europäischen Union als „undemokratischen Haufen“ und „Pseudoparlament“ zu bezeichnen, muss der Generalleutnant a. D. wohl noch lernen. Vielleicht hat der Hannoveraner aber auch noch nie etwas von ihr gehört.

@ Den Autor erreichen Sie unter d.noglik@zgo.de

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