Tourismus

Hinte zwischen Hochschulprojekt und Tiny-House

| | 08.10.2021 09:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Gehört mit zu den touristischen Anziehungspunkten: die Mühle in Hinte – und die gute Lage an den ostfriesischen Kanälen. Foto: Archiv
Gehört mit zu den touristischen Anziehungspunkten: die Mühle in Hinte – und die gute Lage an den ostfriesischen Kanälen. Foto: Archiv
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Noch in diesem Jahr könnte es erste Ansatzpunkte für ein touristisches Leitbild für die Gemeinde Hinte geben. Hoffnung wird auch in das Dorfentwicklungsprogramm gesetzt.

Hinte - Geht es nach Verwaltung und Politik in der Gemeinde Hinte, dann sollen die Dörfer künftig touristisch besser vermarktet werden. Seit einigen Monaten gibt es daher ein Projekt zusammen mit der Hochschule Emden/Leer: „Eine Untersuchung der touristischen Potenziale der Gemeinde Hinte“. Aktuell werden diesbezüglich Interviews mit Menschen aus der Gemeinde geführt.

Was und warum

Darum geht es: Im Hintergrund wird viel an der Frage gearbeitet, wie Hinte sich touristisch entwickeln soll.

Vor allem interessant für: Hinteranerinnen und Hinteraner, aber auch diejenigen, die im Umkreis wohnen – oder hier gerne Urlaub machen.

Deshalb berichten wir: Rund um die Kommunalwahlen sind verschiedene Themen in den Hintergrund getreten. Wir wollten den aktuellen Stand wissen.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

„Da fehlten uns noch ein paar, aber jetzt haben wir alle zusammen“, so Hintes Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) auf Nachfrage. Durch die Interviews sollen unter anderem Ideen für die weitere touristische Entwicklung der Gemeinde gesammelt werden. Zuvor hatten Studierende der Hochschule Emden/Leer bereits den Ist-Zustand analysiert und einen Blick auf die bestehende Infrastruktur geworfen. Aktuell gibt es nämlich kein festes touristisches Konzept für die kleine Gemeinde, die sich in direkter Nachbarschaft zur „touristischen Hochburg“ Krummhörn befindet. Die kleine Touristinformation im Ort wird betrieben durch den Fremdenverkehrsverein Hinte.

Bald nächster Schritt bei Dorfentwicklungsprogramm

Das Projektteam der Hochschule habe daraufhin zusammen mit der Gemeinde einen Fragenkatalog für die Telefoninterviews erstellt und definiert, welche Personengruppen befragt werden sollen. „Aus der Auswertung der Interviews sollen dann weitere Maßnahmen entwickelt werden“, so Redenius. „Ich rechne noch in diesem Jahr mit ersten Ergebnissen“, sagt er auf Nachfrage unserer Zeitung. Angelegt ist das ganze Projekt bis Februar kommenden Jahres.

Ein Thema, was dann sicherlich zur Sprache kommen werde, seien die Wohnmobilstellplätze. Hier sondiere die Gemeinde weiterhin zwei Areale, aber die politische Diskussion stehe noch aus. „Die müssen wir erst führen“, sagt Redenius. Etwas weiter ist man schon beim Thema Slipanlagen. „Man hat gesehen, dass es hier einen politischen Willen zur Entwicklung gibt“, so Redenius. Der Plan des Bürgermeisters sei weiterhin: die bestehende Anlage in Haskamp behalten und sanieren. „Loppersum müssen wir uns aber auch genauer angucken“, sagt Redenius. Sein Ziel sei es, nach weiteren Potenzialflächen zu suchen – und diese auch durchaus im Zusammenhang mit Wohnmobilstellplätzen und Tiny-Houses (also Kleinst-Häuser mit einer Wohnfläche zwischen 20 und 50 Quadratmetern) zu denken. Auch Tiny-Houses wurden, zumindest als touristisch genutzte Übernachtungsmöglichkeit, schon in der Politik diskutiert.

Viel Hoffnung, so wurde in Gesprächen sowohl mit Redenius als auch mit Politikerinnen und Politikern in der Gemeinde deutlich, setzt Hinte auf das Dorfentwicklungsprogramm, mit dem auch Mehrwerte für die touristische Entwicklung geschaffen werden können. „Die Entscheidungsfindung läuft“, so Redenius. Demnächst wird darüber entschieden, welche Planungsfirma die Gemeinde durch den Prozess bringen soll. „Zwei renommierte Firmen haben sich beworben und präsentiert“, so Redenius.

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