Krummhörner Politik
Wie lange soll es noch dauern?
Auch im Wahlkampf in der Krummhörn war oft von mehr Transparenz der Politik gegenüber den Bürgern die Rede. Doch die Politik bleibt behäbig, kommentiert OZ-Reporter Claus Hock
Krummhörn - Ob es nun gleich eine Live-Übertragung von Ratssitzungen sein muss, sei mal dahingestellt. Es ist ja in den „normalen“ Sitzungen in der Krummhörn schon nicht immer gegeben, dass jeder mit Mikrofonen umgehen kann oder jeder einen Blick auf die per Beamer angestrahlte Leinwand erhaschen kann. Aber mehr Transparenz würde der Krummhörner Politik gut zu Gesicht stehen. Dabei ist es tatsächlich zweitrangig, wie viele Bürgerinnen und Bürger beispielsweise ein gut bestücktes Bürgerinformationssystem nutzen würden.
Wenn Angebote da sind, werden sie auch genutzt. Vor allem würden die gewählten politischen Vertreter mit einer stärkeren Nutzung dieses Kanals aber signalisieren, dass sie wirklich Transparenz und auch Diskussion wollen. In der nun beendeten Ratsperiode haben die Parteien und Gruppen das zwar fast durch die Bank weg als Lippenbekenntnis immer wieder vorgebracht. Passiert ist aber nichts, Politik (und auch Verwaltung) blieben behäbig bei „Haben wir schon immer so gemacht“.
Es besteht die Chance, dass sich das jetzt ändert. Aber viel Hoffnung werden sich regelmäßige Begleiter der Krummhörner Ratspolitik da nicht machen. „Was lange währt, wird endlich gut“ hat in der Gemeinde nämlich schon öfters nicht funktioniert. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zum Schluss.