Fußball

Für Firrel ist bei einem Sieg sogar die Aufstiegsrunde drin

| | 12.11.2021 15:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die neu erstellte Firreler Tribüne ist fertig. Sie bietet 85 Sitzplätze. Zur Einweihung sollen die Fans natürlich einen Sieg sehen. Fotos: Privat
Die neu erstellte Firreler Tribüne ist fertig. Sie bietet 85 Sitzplätze. Zur Einweihung sollen die Fans natürlich einen Sieg sehen. Fotos: Privat
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Eine Aufholjagd eröffnet Fußball-Landesligist GW Firrel vor dem Werlte-Spiel neue Perspektiven. Am Sonntag will sich BW auch für das 2:6 im Hinspiel revanchieren. Leer spielt ebenfalls zuhause.

Ostfriesland - Mitte September noch ohne einen einzigen Punkt, darf Fußball-Landesligist Grün-Weiß Firrel nun zwei Monate später tatsächlich noch ein bisschen von der Qualifikation für die Aufstiegsrunde träumen. Dazu benötigt der Siebte am Sonntag im Heimspiel gegen Sparta Werlte (15 Uhr) allerdings einen Sieg. Für Germania Leer (8.) geht es zeitgleich gegen den VfL Wildeshausen (6.). um mögliche Zähler für die Abstiegsrunde. Dagegen hat die Begegnung von TuRa 07 Westrhauderfehn (9.) am Sonntag um 14 Uhr bei Spitzenreiter Hansa Friesoythe keine Auswirkungen auf den zweiten Saisonteil.

„Was vor einigen Wochen noch unmöglich schien wollen wir versuchen, noch möglich zu machen“, sagt Bernd Grotlüschen, Spielertrainer von GW Firrel. „Und wenn es nicht mehr reicht, wollen wir zumindest eine gute Punkte-Basis für die Abstiegsrunde haben.“ Während sein Team aus den ersten sechs Spielen keinen einzigen Punkt holte, waren es aus den vergangenen sechs satte 13. Die aufsteigende Form und ein inzwischen wieder voller Kader sorgten dafür, dass zuletzt auch der Tabellenzweite SV Bevern 4:1 besiegt wurde. Das Hinspiel wurde noch 0:6 verloren. Revanche nehmen wollen die Firreler auch gegen den Fünften Sparta Werlte, mit dem man bei einem Sieg punktgleich wäre. Dann betrüge der Abstand zum Vierten und nächsten Gegner Frisia Wilhelmshaven (spielfrei) nur noch drei Zähler. „Das Hinspiel gegen Werlte haben wir 2:6 verloren. Erst waren wir richtig schlecht, verkürzten auf 2:3 und kassierten nach zwei Platzverweisen noch drei Gegentore“, erinnert sich Bernd Grotlüschen, der mit einer Knie-Verletzung ausfällt. Das lädierte Knie könnte auch bei seinem Bruder Ralf für einen Ausfall sorgen.

Thorben Dirks möchte auch sein zweites Heimspiel als Leer-Cheftrainer gewinnen.
Thorben Dirks möchte auch sein zweites Heimspiel als Leer-Cheftrainer gewinnen.

„Kleines Fragezeichen“ hinter Leer-Spiel

Beim VfL Germania Leer ist die Aufstiegsrunde kein Thema. Der Fokus liegt ganz klar darauf, noch so viele Punkte wie möglich für eine Abstiegsrunde zu sammeln. „Dafür ist das kommende Spiel von enormer Bedeutung“, hebt Trainer Thorben Dirks hervor. Gegner VfL Wildeshausen (Sechster) schielt ebenso wie Firrel noch auf die Aufstiegsrunde. Doch es liegt im Leeraner Interesse, den VfL mit in die Abstiegsrunde zu ziehen, da Germania das Hinspiel mit 3:2 gewinnen konnte. Bei einem Heimsieg im Hoheellern-Stadion würde Leer im direkten Vergleich zu Wildeshausen sogar sechs Punkte mehr mit in die Abstiegsrunde nehmen.

„Wildeshausen ist eine sehr robuste Mannschaft, bei denen es auf zwei, drei Schlüsselspieler ankommt“, weiß Dirks. „Wir gehen mit Selbstvertrauen aus dem 1:0 gegen Papenburg in das Spiel und können bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen.“ Die Statistik spricht klar für Germania Leer. Von den sechs Aufeinandertreffen in der Landesliga seit 2015 ging kein Spiel gegen Wildeshausen verloren. Vier Remis, zwei Auswärtssiege stehen zu Buche. Hinter der Austragung der Partie steht noch ein „kleines Fragezeichen“, sagt Thorben Dirks. Unter der Woche bis einschließlich Freitag war der Platz im Hoheellern-Stadion gesperrt, trainiert wurde Montag, Mittwoch und Freitag wie gewohnt auf der Anlage Pastorenkamp.

TuRa-Gegner zuhause noch ungeschlagen

Zum Ligaprimus reist am Sonntag TuRa 07 Westrhauderfehn „Wir freuen uns darauf, sich mit dem unangefochtenen Tabellenführer zu messen. Auch wenn es auf dem Papier eine klare Sache ist, werden wir nichts herschenken“, sagt Erhan Colak. „Wir waren im Hinspiel eigentlich die bessere Mannschaft, sind aber nicht in Führung gegangen. Nach der Pause haben wir dann 15 Minuten gepennt, und Friesoythe hat zwei Tore gemacht. Da hätten wir durchaus punkten können, das wollen wir jetzt nachholen“, so Colak.

Friesoythe ist zuhause noch ungeschlagen. Verzichten müssen die TuRaner am Sonntag auf Mathis Flügge und Lukas Kirschner. Sehr fraglich ist der Einsatz von Malte Eucken, der krankheitsbedingt unter der Woche nicht trainieren konnte.

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