Fördermittel
Hinte kann weiter auf Schulmensa hoffen
Im Mai bekam die Gemeinde Hinte 270.000 Euro für den Bau einer Mensa für die Grundschule Hinte. Doch dies könnte an der Frist des Bundes scheitern. Niedersachsens Kultusminister macht nun Hoffnungen.
Hinte - Etwas Hoffnung kann sich in Hinte ausbreiten: Die Pläne für eine neue Grundschulmensa müssen noch nicht begraben werden. Wie jüngst bekannt wurde, hadert die Gemeinde nämlich mit den Baufristen für die von Land und Bund erhaltene Förderung. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) konnte bei seinem Besuch in der Gemeinde die Sorgen zumindest etwas besänftigen.
Die Vorgeschichte: Im Mai erhielt die Gemeinde Hinte eine Förderung, die durch das Land Niedersachsen aus einem Fördertopf des Bundes bereitgestellt wurde. Davon sollte unter anderem ein neues Mensagebäude für die Grundschule Hinte gebaut werden. 360.000 Euro wollte die Gemeinde hier investieren. Das Land gibt 270.000 Euro dazu.
Mangel an (günstigen) Angeboten
Das Problem: Die Baumaßnahmen müssten bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Das ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich, wie Hintes Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) und Norbert Dubbels vom Fachbereich Gemeindeentwicklung beim Besuch von Tonne erklärten. So sei es aktuell schwierig, überhaupt Handwerker für alle nötigen Gewerke zu bekommen. Außerdem habe sich „schnell gezeigt, dass die Preise explodieren“. Oft sei mehr als das Doppelte der schon höher veranschlagten Kosten angeboten worden, wenn denn überhaupt Angebote kamen. Dubbels nennt ein Beispiel: 170.000 Euro (netto) seien veranschlagt worden, das Angebot belief sich auf rund 380.000 Euro.
In Anbetracht dieser Probleme habe die Gemeinde noch gar nicht mit dem Bau begonnen, auch wenn die ersten Vorarbeiten schon stattgefunden haben. Das neue Mensagebäude soll dort entstehen, wo bis vor Kurzem der Spielplatz der Grundschule war. Dieser sei bereits verlegt worden. Der Wunsch an Tonne war entsprechend eindeutig: Fristverlängerung.
Theoretische Bauzeit: Acht Monate
Über diese kann, so Tonne, das Land Niedersachsen aber nicht entscheiden. Das Geld stamme aus dem Topf zur „Förderung des beschleunigten Infrastrukturausbaus der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder“, über den der Bund den Ländern rund 70 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Kommt das Geld vom Bund, bestimmt auch der Bund über die Fristen. Aber die Zeichen würden gut stehen, auch wenn Tonne noch keine verbindliche Zusage treffen könne. „Die Probleme mit den Fristen gibt es überall“, so der Minister. Entsprechend hätten die Bundesländer schon in Richtung Bundesregierung signalisiert, dass die Frist deutlich verlängert werden müsse. Die Signale, dass die Kommunen noch ein Jahr mehr Zeit haben, stünden gut. „In zwei Wochen können wir hoffentlich mehr sagen“, so Tonne.
Er empfiehlt den betroffenen Kommunen, und somit auch Hinte, die Projekte im Standby zu halten, so dass möglichst schnell wieder losgelegt werden kann. Aber ist Hinte angesichts der Preissteigerungen denn überhaupt zuversichtlich, den Mensaneubau stemmen zu können? „Die Preise normalisieren sich gerade wieder etwas“, so Uwe Redenius. Daher sei er zuversichtlich, dass es klappt, solange die Förderung steht.
Wenn alles gut läuft, dann könnte der Bau des Mensagebäudes für die rund 110 Schülerinnen und Schüler an der Grundschule in acht Monaten abgeschlossen sein. „Wir müssen nur einzelne Gewerke neu ausschreiben“, so Dubbels. Im Anschluss an den Besuch an der Grundschule in Hinte ging es für Minister und Gemeindevertretung noch weiter zur Kita Westerhusen. Hier wurde Tonne gezeigt, wie eine weitere Förderung des Landes in Höhe von 1,7 Millionen Euro verwendet wird.