OZ-Serie
Weihnachten bis tief in die Nacht
Wie die Türchen vom Adventskalender öffnen sich jeden Tag Türen im Landkreis Leer. Menschen erzählen, was ihnen Weihnachten bedeutet und wie sie die Feiertage verbringen. Heute ist Haustür Eins dran.
Rheiderland - Es ist die schönste Zeit im Jahr, da ist sich Meike Scheunemann aus Weener sicher. „Weihnachten bedeutet für mich vor allem Familie“, sagt die 24-Jährige. Sie öffnete Haustür Nummer eins für die OZ-Serie. Das sei schon im Jugendalter so gewesen. „Viele gingen damals regelmäßig an den Weihnachtstagen feiern, aber das war nie etwas für mich“, sagt sie. Es sei das Jahr über schwer, so viele Familienmitglieder an einen Tisch zu bekommen, deswegen genieße sie das Beisammensein umso mehr. Arbeit, Termine, das alles könne an Weihnachten nicht dazwischenkommen.
„Wenn Corona es zulässt, racletten wir mit allen zusammen“, sagt sie. Ihre Eltern, Oma, Opa, ihre Schwester und ihr Schwager mit Kindern, dessen Eltern, dessen Schwester und Oma. Alle essen gemeinsam. „Wir nehmen uns dabei gerne viel Zeit“, sagt sie. Die Bescherung gebe es nach dem Essen. Das könne schon mal bis mitten in der Nacht dauern. Denn nicht nur das Raclette, auch das Beschenken werde zelebriert. „Wir würfeln. Wer eine Sechs hat, darf jemandem ein Geschenk geben“, sagt Scheunemann. Als Kind habe sie sich in Geduld üben müssen. Ihre Nichte und ihr Neffe seien aber noch so klein, dass sie ihre Geschenke früher bekommen.