Politik
Krummhörner Rat tagt – Vorlagen lassen auf sich warten
Es war einer der ersten Beschlüsse des neuen Rates in der Krummhörn: Sitzungsunterlagen sollen künftig öffentlich gemacht werden. Bislang ist nichts passiert. Das liege am Software-Anbieter, heißt es.
Krummhörn - Feuerwehrbedarfsplan, Bedarfsanalyse Grundschulen und E-Mobilität in der Gemeinde: In der zweiten Sitzung der neuen Ratsperiode hat der Rat der Gemeinde Krummhörn schon einige interessante Themen auf der Liste. Besprochen werden diese und weitere Punkte am Dienstag, 7. Dezember, ab 18.30 Uhr. Die öffentliche Sitzung findet in der Mensa der IGS Krummhörn-Hinte, Bunter Weg 15, statt. Die Plätze im Zuschauerraum sind begrenzt.
Was genau hinter den Tagesordnungspunkten steckt, lässt sich mitunter allerdings nur erahnen. Denn im Bürgerinformationssystem der Gemeinde Krummhörn sind, Stand Montag, weiterhin keine Unterlagen hinterlegt. Dabei sollte sich gerade das eigentlich ändern: Es war einer der ersten Beschlüsse des neuen Rates, dass die Unterlagen zu Sitzungen sollen der Öffentlichkeit künftig zeitgleich mit den Ratsmitgliedern zur Verfügung gestellt werden.
Grundschulen und Feuerwehr
Schon bei der Feuerschutzausschusssitzung Ende November fehlten die öffentlichen Unterlagen. „Der Ratsbeschluss sieht in der Tat vor, dass Rats- und Ausschuss-Vorlagen in das Bürgerinformationssystem öffentlich zu stellen sind“, bestätigt Gemeindesprecher Fritz Harders auf Nachfrage. Das ginge zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht, „weil unser Softwareanbieter dafür noch innerhalb unserer Anwendungen einige technische Voraussetzungen schaffen muss“. Daher sei der Beschluss noch nicht umgesetzt. Wann dies voraussichtlich geschehen soll, dazu sagt die Gemeinde nichts.
Spannend bei der Sitzung des Rates könnte erneut der Feuerwehrbedarfsplan sein. Bislang tat sich die Politik schwer damit, den gesamten Plan zu beschließen. Denn: Die Analyse empfiehlt die Zusammenlegung der Freiwilligen Feuerwehr Canum-Freepsum mit der Wehr Pewsum-Woltzeten zum neuen Standort Krummhörn Mitte. Gegen diese Zusammenlegung hatte sich am Ende der vergangenen Ratsperiode Widerstand gebildet. Man entschied sich für eine Gnadenfrist von drei Jahren. Auf der jüngsten Sitzung des Fachausschusses für Feuerschutz in der jetzigen Ratsperiode wurde aber empfohlen, die Wehren doch schon zusammenzulegen.
Ebenfalls interessant ist die von der Verwaltung angeregte Analyse der Grundschullandschaft. In der Verwaltungsvorlage, die am Montag der Presse zur Verfügung gestellt wurde, geht es vor allem um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab August 2026 sowie um die Grundschule Jennelt. Um ein möglichst umfassendes Bild über alle Standorte und den Bedarf in den kommenden Jahren zu erhalten, will die Gemeinde nun eine Gesamtbetrachtung der Grundschullandschaft in Angriff nehmen.
Aufgrund der aktuellen Situation und der begrenzten Zahl an Zuschauerplätzen ist eine Anmeldung zur Ratssitzung bis diesen Dienstag, 7. Dezember, 12 Uhr, unter sitzungsdienst@krummhoern.de notwendig.