Kommentar

Was der Schulträger nicht weiß...

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Ein Kommentar von Claus Hock
| 08.12.2021 16:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Schon bei der Diskussion um die Grundschule Jennelt wurde offenbar, dass der Schulträger (und auch die Politik) gar nicht so genau weiß, was die Lehrkräfte und vor allem die Kinder benötigen. Symbolfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Schon bei der Diskussion um die Grundschule Jennelt wurde offenbar, dass der Schulträger (und auch die Politik) gar nicht so genau weiß, was die Lehrkräfte und vor allem die Kinder benötigen. Symbolfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
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In der Krummhörn will die Gemeinde nun eine Bedarfsanalyse zur Grundschullandschaft erstellen. Das ist ein guter Schritt, findet OZ-Redakteur Claus Hock, aber: Warum erst jetzt?

Krummhörn - Die Gemeinde Krummhörn will wissen, wie es um ihre Grundschulen bestellt ist. Vier Grundschulen sind in der Trägerschaft der Gemeinde. Das Vorhaben ist gut und notwendig, daran besteht kein Zweifel. Denn schon bei der Diskussion um die Grundschule Jennelt wurde offenbar, dass der Schulträger (und auch die Politik) gar nicht so genau weiß, was die Lehrkräfte und vor allem die Kinder benötigen.

Das ist zumindest verwunderlich, wenn nicht gar erschreckend. Wenn der Bedarf der Grundschulen nämlich nicht nur in Jennelt zunächst analysiert werden muss, bedeutet das im Umkehrschluss, dass der Träger wenn nicht keine, dann zumindest nicht genügend Ahnung von den Ansprüchen zeitgemäßer Grundschulen hat. Gut ist es, dass der Rat die Beteiligung von Eltern und Schulen als obligatorisch eingestuft hat und damit über den Wunsch der Verwaltung hinaus geht. Bleibt zu hoffen, dass die Analyse jetzt zeitnah erfolgt und dann, ähnlich wie der Feuerwehrbedarfsplan, in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben wird. Sonst steht die Krummhörn nämlich in ein paar Jahren vor der gleichen Misere wie aktuell (und schon seit einiger Zeit) in Jennelt.

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