Expertentipp

Junge Menschen lieben den Dschungel im Zimmer

 | 20.12.2021 07:04 Uhr  | 0 Kommentare  | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Junge Menschen mögen Grünpflanzen. Foto: Pixabay
Junge Menschen mögen Grünpflanzen. Foto: Pixabay
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Mehr Pflanzen erzeugt, doch die Produktionsfläche geht zurück: Weniger Betriebe ziehen Zimmerpflanzen und Stauden für den Handel. Aber: Sie stellen sich auf aktuelle Trends ein.

Wiesbanden - In Deutschland ist die Zahl der Zierpflanzenproduzenten zurückgegangen. Einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zufolge gibt es im Vergleich zur letzten Zierpflanzenerhebung im Jahr 2017 etwa 15 Prozent weniger Betriebe. Im gleichen Zeitraum habe die Grundfläche für den Anbau hat um 4,8 Prozent abgenommen.

Dennoch werden in Deutschland einer Mitteilung des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) mehr Pflanzen produziert. Laut einer Pressemitteilung haben 2200 Gartenbaubetriebe im Jahr 2021 insgesamt knapp 802 Millionen Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden als verkaufsfertige Pflanzen erzeugt. Bei den Stauden waren es mit gut 133 Millionen Pflanzen 17,9 Prozent mehr als im Jahr 2017.

109 Millionen Zimmerpflanzen

Wie der Verband weiter mitteilt, haben 1210 Gartenbaubetriebe in diesem Jahr rund 109 Millionen Zimmerpflanzen produziert, das entspricht einem Plus von 15,8 Prozent gegenüber 2017. „Den größten Anteil daran hatten mit gut 20 Millionen Stück weiterhin die Weihnachtssterne“, so der ZVG. Es folgen Kakteen, Grün- und Blattpflanzen.

Dichtes Grün im Wohnzimmer, das mögen immer mehr Menschen. Foto: pixabay.com
Dichtes Grün im Wohnzimmer, das mögen immer mehr Menschen. Foto: pixabay.com

Das hat einen Grund: Grüne Zimmerpflanzen sind offenbar im Trend: Die Ausdehnung der Produktion bei Zimmerpflanzen bezeichnete der Vorsitzende des Bundesverbands Zierpflanzen im ZVG, Frank Werner, als „eine Reaktion auf Trends wie urban jungle und eine fast unstillbare Nachfrage gerade junger Verbraucher nach Grünpflanzen“.

Deutlich weniger Stiefmütterchen

Den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge ist Nordrhein-Westfalen 2021 mit nahezu der Hälfte der Grundfläche (46,3 Prozent oder 2 900 Hektar) das mit Abstand bedeutendste Bundesland für den Zierpflanzenanbau. Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg verfügen demnach zusammen mit mehr als 2140 Hektar über weitere 34,1 Prozent der Grundfläche.

Das wichtigste Produkt bei den Freilandpflanzen war laut Bundesamt die Staude mit gut 133 Millionen Stück. Das waren 17,9 Prozent mehr als 2017. Die Erzeugung von Veilchen und Stiefmütterchen (Gattung Viola) liege hingegen aktuell bei 127 Millionen Stück und ist damit um 30,5 Prozent gegenüber 2017 gesunken. Der Anbau von Besenheide (Calluna) habe um 21,5 Prozent abgenommen und liege nun bei knapp 91 Millionen Stück. Es folgen Geranien (Pelargonium) mit unverändert 67 Millionen Stück.

Der Anbau von Schnittblumen in Deutschland ging um fast zehn Prozent zurück.

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