Justiz
Aurich: Schleuser-Prozess hat begonnen
Im Juli hatte es in Ostfriesland und Rheinland-Pfalz große Razzien gegeben, um einen mutmaßlichen Schleuser-Ring zu zerschlagen. Seit Montag stehen die Beschuldigten vor Gericht.
Aurich - Der Prozess gegen vier mutmaßliche Schleuser hat am Montag am Auricher Landgericht begonnen. Den – unseren Recherchen zufolge syrischen und in Ostfriesland gemeldeten – Männern wird von der Staatsanwaltschaft Aurich vorgeworfen, in diesem und im vergangenen Jahr bei fünf Taten 13 Personen ins Land geschleust zu haben. Pro geschleuster Person sollen jeweils 6000 bis 10.000 Euro geflossen sein – insgesamt also eine Summe zwischen 78.000 und 130.000 Euro.
Im Juli hatte es in Leer, in Warsingsfehn in Moormerland und im rheinland-pfälzischen Schweich große Razzien gegeben, um dem mutmaßlichen Schleuser-Ring das Handwerk zu legen. Der 34 Jahre Hauptverdächtige war damals in Untersuchungshaft gekommen, seine mutmaßlichen Komplizen blieben in Freiheit.
Zwei der jetzt angeklagten Männer waren bereits im Februar der Polizei in Bayern ins Netz gegangen. Damals hatten die zuständigen Richter sie aber wieder laufenlassen. Warum? Das ist unklar.