Kriminalität

Ermittlungen im mutmaßlichen Kredit-Skandal dauern an

| | 06.01.2022 17:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Sparkassen-Mitarbeiter sollen bestochen worden sein. Foto: Atstock Productions
Sparkassen-Mitarbeiter sollen bestochen worden sein. Foto: Atstock Productions
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Ostfriesische Sparkassen-Mitarbeiter sollen in windige Kreditvergaben verwickelt sein. Die Ermittlungen gehen immer weiter – und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Osnabrück/Ostfriesland - Im mutmaßlichen Kredit-Skandal unter ostfriesischen Sparkassen-Mitarbeitern und Immobilienunternehmern dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Osnabrück weiter an. Das teilt Pressesprecher Christian Bagung auf Nachfrage der Redaktion mit. Nach Auskunft von Bagung werde sich wahrscheinlich auch in den nächsten sechs bis acht Wochen nichts Nennenswertes in dem Fall tun.

Die Osnabrücker Ermittler sind unter anderem auf Korruptionsverfahren spezialisiert und kümmern sich deshalb um den Fall. Örtlich zuständig wäre eigentlich die Staatsanwaltschaft Aurich. Im Fokus der Ermittler stehen möglicherweise windige Kreditvergaben: Unseren Recherchen zufolge soll es etwa darum gehen, dass Kredite für Schrottimmobilien an Menschen vergeben worden sein sollen, die eigentlich gar nicht kreditwürdig waren. Beschuldigt werden sechs Personen – unter anderem wegen Bestechung oder Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr.

Der Drahtzieher bei der Sparkasse Aurich-Norden hat unseren Informationen zufolge inzwischen gekündigt, auch ein mutmaßlicher Komplize bei der Sparkasse Emden ist dort nicht mehr beschäftigt. In Emden soll es keine illegalen Geschäfte gegeben haben – weil die internen Schutzmechanismen frühzeitig angeschlagen hätten. Die Pressestelle der Auricher Sparkasse hatte uns gegenüber von „wenigen potenziell gefährdeten Kreditarrangements“ gesprochen.

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