Viehsperren

Freudige Nachrichten für die Radtour am Deich

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Von Vera Vogt
| 07.01.2022 14:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Radtouren entlang des Deiches sind beliebt. Jetzt sollen sie angenehmer werden. Foto: Gettkowski/Archiv
Radtouren entlang des Deiches sind beliebt. Jetzt sollen sie angenehmer werden. Foto: Gettkowski/Archiv
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Der Weg wird geebnet: 63 Viehsperren an der Internationalen Dollard-Route werden barrierefrei. Die Strecke ist bei Touristen und Einheimischen beliebt. Gemeinsamer Einsatz war der Schlüssel dazu.

Rheiderland - Schafe auf dem Grün, endloser blauer Himmel: Die Internationale Dollard-Route am Deich entlang ist bei Touristen und Einheimischen beliebt. Jetzt soll der Weg im wahrsten Sinne geebnet werden. „Für die Erneuerung und den barrierefreien Ausbau der Viehsperren entlang der Route gibt es einen Zuschuss in Höhe von rund 455.700 Euro“, das teilten die Bürgermeister aller drei Rheiderland-Kommunen mit. 63 Sperren werden erneuert. Die Kosten für das gesamte Projekt wurden mit rund 607.000 Euro beziffert, hiervon übernimmt die NBank aus Landes- und Bundesmitteln einen Anteil von 75 Prozent.

Die Bürgermeister der Rheiderland-Kommunen Heiko Abbas (Weener, von links), Hans-Peter Heikens (Jemgum) und Uwe Sap (Bunde) freuen sich über den Förderbescheid. Foto: Gemeinde Jemgum
Die Bürgermeister der Rheiderland-Kommunen Heiko Abbas (Weener, von links), Hans-Peter Heikens (Jemgum) und Uwe Sap (Bunde) freuen sich über den Förderbescheid. Foto: Gemeinde Jemgum

„Wir freuen uns sehr darüber, dass das neue Jahr gleich mit einer solchen Nachricht startet und dass wir damit den barrierefreien Ausbau der Viehsperren entlang der für uns so wichtigen Dollard-Route in Angriff nehmen können“, werden die Bürgermeister Uwe Sap (Bunde), Heiko Abbas (Weener) und Hans-Peter Heikens (Jemgum) zitiert.

Barrierefreiheit wird immer wichtiger

Gerade die Barrierefreiheit werde zu einem immer wichtigeren Aspekt auch bei touristischen Angeboten. Hier stehe man in Konkurrenz zu anderen großen Urlaubszielen. „Das Thema Radfahren hat bei uns im Rheiderland in den vergangenen Jahren einen sehr hohen Stellenwert eingenommen. Darum ist es wichtig, dass wir unsere Angebote sukzessive ausbauen. Dazu gehört vor allen Dingen die entsprechende Infrastruktur“, so Bundes Bürgermeister Uwe Sap.

Darüber hinaus sei die Internationale Dollard Route aber für die Einwohnerinnen und Einwohner zu einer wichtigen und viel befahrenen Strecke geworden, meinte Weeners Bürgermeister Heiko Abbas: „Immer mehr Bürgerinnen und Bürger steigen für den täglichen Arbeitsweg auch aufs Fahrrad um. Auch dieser Entwicklung wollen wir Rechnung tragen und uns gemeinsam um die dafür notwendige Infrastruktur kümmern.“

Potenzial in Fahrradstrecke

„An der Zählstelle bei uns in Soltborg wurden in den vergangenen Jahren weit mehr als 90.000 Radfahrer registriert, Tendenz weiter steigend. Das macht deutlich, welchen Stellenwert diese Radstrecke bei uns im Rheiderland inzwischen eingenommen hat und welch großes Potenzial darin steckt“, heißt es von Jemgums Bürgermeister Hans-Peter Heikens.

Neben dem barrierefreien Ausbau der Viehsperren würden auch drei neue Fahrrad-Rastplätze gefördert, zwei davon auf dem Gebiet der Gemeinde Jemgum und ein weiterer im Bereich der Stadt Weener. Den Stein ins Rollen habe nach Aussage von Hans-Peter Heikens die Stadt Weener gebracht. „Hier wurden in den vergangenen Jahren vom Bauhof in Eigenleistung bereits einige Viehsperren neu gebaut, und zwar auf der Strecke von Ferstenborgum in Richtung Schleusenanlage in Weener. Diese neuen Viehsperren dienen für uns als Vorlage für alle anderen.“Abgeschlossen sein müsse die Gesamtmaßnahme im Dezember 2023. Mit dem Neubau der Viehsperren verbunden sei auch eine Zertifizierung der Dollard-Route im Rheiderland nach dem bundesweiten Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“.

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