Fußball
Daniel Franziskus: Phönix Lübeck statt Kickers Emden
Nach dem Abschied von GW Firrel hat Daniel Franziskus einen neuen Verein gefunden. Er wird hauptamtlicher Co-Trainer bei Viertligist Phönix Lübeck. Auch die Gespräche mit Kickers Emden waren weit.
Firrel - Auf einmal geht es ganz schnell: Sonnabend unterschrieb Daniel Franziskus den Vertrag, heute bezieht er eine Wohnung in Lübeck und morgen beginnt er seinen neuen Job: Als Co-Trainer beim Fußball-Regionalligisten Phönix Lübeck. „Es gab in den letzten Wochen verschiedene Gespräche und Optionen. Dies ist jetzt die, die für mich im Gesamtpaket am besten passt. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe“, sagt der 30-jährige Ostfriese.
Im Dezember hatte sich der Ex-Profispieler von Jahn Regensburg, VfB Lübeck und VfB Oldenburg nach zwei Jahren als Trainer bei Landesligist Grün-Weiß Firrel verabschiedet. Nach dem verletzungsbedingten Ende seiner Spielerlaufbahn machte der Victorburer seine ersten Trainer-Schritte, coachte mit Spielertrainer Bernd Grotlüschen das Team gemeinsam. „Jetzt habe ich für mich entschieden, den nächsten Schritt zu gehen. Ich möchte eine Laufbahn als professioneller Trainer anstreben.“
Hauptamtlicher Co-Trainer
In Lübeck bekommt er bei einem ambitionierten Verein nun die Chance dazu. „Phönix hat einiges vor“, sagt Franziskus, der dort hauptamtlich beschäftigt sein wird. Die Mannschaft trainiere unter Profi-Bedingungen, so der Ostfriese – auch zweimal vormittags. Das machen in der Nord-Staffel nur wenige.
Zu Beginn des Jahres verpflichtete der neue Sportliche Leiter Stefan Schnoor – früher Bundesliga-Profi – den drittligaerfahrenen Trainer Oliver Zapel. Der Fußball-Lehrer soll den Klub, der eine große Tradition hat, in der Abstiegsrunde der Regionalliga zunächst zum Klassenerhalt führen. Dann will man dem großen Stadtrivalen VfB den Titel als Nummer eins der Stadt langfristig streitig machen.
So liefen die Kickers-Gespräche
Dort war der frühere Stürmer Daniel Franziskus einst Publikumsliebling. „Ich habe nach der Verkündung meines Wechsel zu Phönix viele Nachrichten erhalten. Ein paar nette, ein paar witzige – aber von manchen Fans auch einige nicht so tolle in den sozialen Medien, manche gingen unter die Gürtellinie“, sagt der B-Lizenz-Inhaber, der bald die A-Lizenz und langfristig den Fußball-Lehrer anstrebt. „Aber das gehört zum Fußball dazu, wenn man auf einmal für einen Rivalen arbeitet.“
Eine der anderen Optionen für den Ostfriesen war eine in der Heimat: bei Kickers Emden. „Die Gespräche dort waren auch weit“, bestätigt Franziskus. Eine Position als Jugendtrainer und Sportlicher Leiter stand beim Oberligisten im Raum. Doch zunächst einmal führt sein Weg nach Lübeck. Seine Frau Stefanie wird mit Tochter Emilia (1) und Franziskus Stiefkindern Lia (14) und Luca (9) im gemeinsamen Haus in Victorbur wohnen bleiben. An trainingsfreien Tagen oder in Verbindung mit Scouting-Maßnahmen im Nordwesten wird der Familienvater nach Ostfriesland reisen, seine Familie ihn im Gegenzug auch öfters in Lübeck besuchen.