Bauen und Infrastruktur

Krummhörn: Sitzung könnte Weichen für Wohnraum stellen

| | 27.01.2022 07:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wohnen und Bauförderung stehen auf der Tagesordnung des Infrastrukturausschusses der Krummhörn an diesem Donnerstag. Symbolfoto: Ortgies
Wohnen und Bauförderung stehen auf der Tagesordnung des Infrastrukturausschusses der Krummhörn an diesem Donnerstag. Symbolfoto: Ortgies
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Erstmals tagt der „neue“ Infrastrukturausschuss der Gemeinde Krummhörn. In der Sitzung könnte Weichen mit Blick auf Wohnraum und Bauplätze gestellt werden. Auch Förderprogramme spielen eine Rolle..

Krummhörn - Ein recht strammes Programm hat der Infrastrukturausschuss der Gemeinde Krummhörn vor sich. Der Ausschuss tagt erstmals in neuer Besetzung und hat gleich mehrere „schwere“ Brocken auf der Tagesordnung.

Die Ausschusssitzung beginnt an diesem Donnerstag, 27. Januar, um 18.30 Uhr in der Mensa der IGS in Pewsum, Bunter Weg 15. Es gelten die üblichen Corona-Regeln, um eine Anmeldung als Zuhörer bis spätestens Donnerstag, 12 Uhr, wird per E-Mail an sitzungsdienst@krummhoern.de gebeten.

Feuerwehrhaus und Yachtclub

Der Ausschuss muss gleich über zwei Bebauungspläne für Greetsiel entscheiden. Zum einen geht es um den geplanten Bau des neuen Feuerwehrhauses für die Feuerwehr Nord. Dies soll in Neu-Hauen bei Greetsiel entstehen.

Zum anderen geht es um den geplanten Neubau des neuen Vereinsheims des Yachtclubs Greetsiel. Bislang diente dem Club ein Hausboot als Vereinsheim, welches aber 2021 unter anderem wegen zu hoher Kosten verkauft wurde. Der Yachtclub plant daher den Bau eines neuen Vereinsheimes.

Mehr „Dauerwohnen“ in Greetsiel

Aber auch Wohnen und Tourismus ist ein Thema auf der Ausschusssitzung. Denn ein Antrag der Freien Bürgerliste Krummhörn von Mai 2020 steht erneut auf der Tagesordnung. Die Bürgerliste möchte die bestehende Bauleitplanung im Bereich Klaus-Störtebeker-Weg/Edzard-Cirksena-Straße in Greetsiel verändern. Damit wolle man einer zunehmenden Umwandlung von Wohn- zu Ferienhäusern entgegenwirken. Der Antrag hatte unter dem vorangegangenen Rat bereits zu hitzigen Diskussionen geführt.

Bauen und Erbbaugrundstücke

Das Thema Wohnen und Bauen ist aber nicht nur für Greetsiel wichtig. So muss der Ausschuss sich gleich noch mit zwei weiteren Tagesordnungspunkten zu diesem Komplex beschäftigen. So geht es um die Fortschreibung des Förderprogramms „Bauen in der Krummhörn“. Dies kann von Bauwilligen bei Erwerb eines gemeindeeigenen Grundstückes genutzt werden und ermöglicht Rabatte bis zu 30 Prozent auf den Grundstückspreis. Hier geht es auch um eine Änderung der Förderungsbedingungen. So soll künftig die Förderung von Mietwohnraum entfallen, die laut Verwaltung aber eh „nie genutzt“ wurde. Ferner müssen Antragsteller künftig für zehn Jahre ihren Hauptwohnsitz auf dem geförderten Grundstück haben.

Außerdem möchte die Verwaltung die Option zum Verkauf von Erbbaugrundstücken abschaffen. In der Begründung heißt es, dass der Erhalt von Erbbaugrundstücken „ein wirksames und strategisches Instrument für bezahlbaren Wohnraum und zur städtebaulichen Planung“ ist. Daher wolle man künftig an entsprechenden Grundstücken festhalten, wie es in anderen Kommunen auch schon praktiziert wird.

Die Soziale Wählergemeinschaft Krummhörn hat zudem einen Antrag gestellt, dass die Gemeinde sich schon jetzt um eine Erweiterung des Baugebietes „Escherweg“ in Pewsum bemühen soll. Auch darüber muss der Ausschuss beraten.

An weiteren Themen stehen zudem eine neue Spiel- und Freizeitfläche für Pewsum sowie eine Ortsbeleuchtung am neuen Rad- und Fußweg an der L 4 auf der Tagesordnung.

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