Bildung

Bestandsaufnahme lässt auf sich warten

| | 09.02.2022 10:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Bedarfsanalyse für Grundschulen in der Krummhörn ist noch nicht einmal angegangen, da will die Politik die Kitas in Augenschein nehmen. Symbolfoto: Büttner/DPA
Die Bedarfsanalyse für Grundschulen in der Krummhörn ist noch nicht einmal angegangen, da will die Politik die Kitas in Augenschein nehmen. Symbolfoto: Büttner/DPA
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Wann die Bedarfsanalyse zu den Krummhörner Grundschulen abgeschlossen sein wird, ist offen. Sie wurde nämlich noch nicht begonnen. Die Politik meldet schon Bedarf an einer weiteren Analyse an.

Krummhörn - Und täglich grüßt das Murmeltier: Selbst wenn gerade nicht über die Grundschule Jennelt oder andere Schulen gesprochen wird, schwelt das Thema. Und wirklich weiter kommt man nicht, das ergab zumindest die Jahrespressekonferenz der Gemeinde Krummhörn.

Was und warum

Darum geht es: Die SWK möchte mit einer Analyse auch die Versorgung mit Kitaplätzen und Betreuungsplätzen in den Blick nehmen.

Vor allem interessant für: junge Familien in der Krummhörn.

Deshalb berichten wir: Auf der Jahrespressekonferenz der Gemeinde Krummhörn war auch die Grundschule Jennelt Thema.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Wie auf Nachfrage bestätigt wurde, ist die geplante Bedarfsanalyse der Grundschullandschaft in der Krummhörn noch nicht begonnen worden. Man sei aktuell dabei, zu überprüfen, welche Kriterien überhaupt betrachtet werden sollen. Beschlossen wurde diese Bedarfsanalyse vom neuen Gemeinderat Anfang Dezember vergangenen Jahres. Laut Gemeinde sei aber auch weiterhin gar nicht klar, ob denn Schule und Eltern in die Analyse mit einbezogen werden oder nicht.

Räume sollen zugänglich werden

Auch auf ein weiteres Problem wurde seitens der Gemeinde hingewiesen: Für die Beauftragung eines Planungsbüros, das die Analyse durchführt, gibt es aktuell im Haushalt gar kein Geld. Das müsste erst in den Haushalt eingestellt und dann beschlossen werden. Das kann dauern, denn die Entwürfe für das nun begonnene Haushaltsjahr wurden noch gar nicht öffentlich beraten.

Unklar ist laut Gemeinde auch, wie lange so eine Bedarfsanalyse überhaupt dauert. Bislang fehle es hier an Erfahrungswerten. Dennoch strebe die Verwaltung ein möglichst schnelles Ergebnis an. Davon unbenommen würden Mängel, die schnell abgestellt werden müssen, auch schnell beseitigt. So sollen Sicherheitsrisiken, die von einem Gutachter des Gemeindeunfallverbandes Hannover (GUVH) festgestellt wurden, in den nächsten Monaten behoben werden. Dabei handele es sich vor allem um zu rutschige Böden, Geländer oder Türen, die nicht unfallsicher seien.

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Außerdem, und das ist eine gute Nachricht für die unter Raumnot leidende Grundschule Jennelt, sollen zwei Räume im Obergeschoss wieder zugänglich gemacht werden. Diese waren gesperrt worden, weil ein zweiter Fluchtweg für den Brandfall fehlt. Eine Brandschutztür soll hier nun Abhilfe schaffen. Eine Idee, die die Gemeinde bereits seit einiger Zeit mit sich herumtrug. Schon beim Besuch von Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) im November vergangenen Jahres war hiervon die Rede gewesen.

Auch Analyse für Kitas gefordert

Die Politik scheint derweil Gefallen an Analysen im Bildungsbereich zu finden. So hat die Soziale Wählergemeinschaft Krummhörn (SWK) einen Antrag gestellt, der die Kindergärten in den Blick nimmt. Dieser Antrag steht auf der Tagesordnung der Sitzung des zuständigen Bildungsausschusses. Der tagt an diesem Donnerstag, 10. Februar, ab 18.30 Uhr in der Mensa der IGS am Bunter Weg in Pewsum.

Die SWK möchte zunächst wissen, wie viele Krippen- und Betreuungsplätze es in der Gemeinde gibt und ob alle Eltern einen wohnortnahen Platz für ihre Kinder bekommen haben. Außerdem solle, sofern der Antrag eine Mehrheit findet, eine Analyse „für alle Kindergarteneinrichtungen/Krippenplätze/Tagesmütter“ erstellt werden. Diese solle auch die bauliche Substanz der Einrichtungen mit in Augenschein nehmen. „Diese Analyse soll parallel zu den Gutachten der Grundschulen laufen, aber wenn möglich intern ausgearbeitet werde“, heißt es im Antrag.