Bildung
Jetzt werden auch Kitas analysiert
Die Gemeinde Krummhörn nimmt die Bildungslandschaft in Augenschein. Im Rahmen der Analyse der Grundschulen sollen nun auch die Kitas betrachtet werden.
Krummhörn - Die Bedarfsanalyse der Grundschulen wird nach einem Beschluss des Ausschusses für Bildung um einen weiteren Punkt erweitert. Die Politik sprach sich dafür aus, auch die Kitas und weitere Betreuungsmöglichkeiten in den Blick zu nehmen.
Grundlage der Entscheidung war ein Antrag der Sozialen Wählergemeinschaft Krummhörn (SWK). Diese wollten sowohl den aktuellen Stand bezüglich der Anmeldungen für Krippen und Kitas wissen, als auch eine Bedarfsanalyse ähnlich der geplanten für die Grundschulen bei der Verwaltung beauftragen.
Vorliegende Zahlen nur grobe Werte
Genaue Zahlen für die Anmeldungen für das kommende Kitajahr konnte die Gemeinde am Donnerstagabend in der Ausschusssitzung noch nicht nennen. Die Auswertung finde erst demnächst statt. Bisher habe es aber „immer gepasst“. Die Nachfrage sei aber durchaus hoch.
Für das aktuelle Jahr gab die Verwaltung an, dass von den vorhandenen 344 Kitaplätzen in den zwölf Einrichtungen nur 20 nicht besetzt seien. Für die nachfolgenden Jahre, inklusive des Kitajahres 2022, gibt es nur Schlussfolgerungen aufgrund der Geburtenstatistik. Demnach wären von den 344 zur Verfügung stehenden Plätzen immer nur zwischen ungefähr 70 und 90 vergeben und der Rest frei. Da Zuzüge, neue Baugebiete und weitere Faktoren hier aber nicht berücksichtig sind, sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Bei den Krippenplätzen gab die Verwaltung nur die aktuelle Belegung bekannt. Demnach seien von den 29 zur Verfügung stehenden Plätzen nur zwei nicht vergeben.
Der Ausschuss sprach sich ohne große Diskussion einstimmig dafür aus, dass die geplante Bedarfsanalyse der Grundschulen auch die Krippen, Kitas und weitere Betreuungsmöglichkeiten wie Tagesmütter mit einschließen solle. Die Verwaltung kündigte an, dass entsprechende Angebotsanfragen in der kommenden Woche an Planungsbüros verschickt werden sollen. Wie bei den Schulen auch, soll bei den Kitas die bauliche Substanz gleich mit betrachtet werden.
Eltern und Schule werden mit einbezogen
Krummhörns Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos), betonte, dass Eltern und Lehrer „auf jeden Fall“ bei der Analyse der Grundschulen Gehör finden sollen. Bei den notwendigen Standortbegehungen solle dies auf jeden Fall geschehen. Von der Bedarfsanalyse der Grundschulstandorte hängt vor allem die Zukunft der Grundschule Jennelt ab. Laut den Schülerprognosen der Gemeinde, wird die Schülerzahl in Jennelt in den kommenden Jahren deutlich abnehmen. Die Schule kritisiert diese Berechnung regelmäßig.
Wann genau die Bedarfsanalysen beginnen, was diese kosten und wie lange die Umsetzung dauert, ist derweil noch nicht klar. Da aktuell für diese Analysen kein Geld im Haushalt eingestellt ist, werden die Ausgaben Teil der anstehenden Haushaltsberatungen werden.