Freizeit

Emden: Gummistiefel am Schwanenteich bald Vergangenheit?

| | 02.03.2022 12:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Schwanenteich zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Emden. Bald soll ein neues Konzept für das Gelände vorgestellt werden. Foto: Ortgies
Der Schwanenteich zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Emden. Bald soll ein neues Konzept für das Gelände vorgestellt werden. Foto: Ortgies
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Der Schwanenteich in Emden ähnelt hin und wieder eher einem großen See. Die Parkflächen sind immer wieder überflutet. Ein neues Konzept soll auch den Besuch ohne Gummistiefel wieder möglich machen.

Emden - Ein Spaziergang am Schwanenteich ist oftmals ohne passendes Schuhwerk kaum möglich. Meist sind es Gummistiefel, die für Besucher rund um die beiden Teiche unverzichtbar sind. Nichtsdestotrotz zählt das rund vier Fußballfelder große Gelände zu den beliebtesten Ausflugs-Adressen in Emden. Trotz matschiger Wiesen steuern auch dieser Tage angesichts des frühlingshaften Wetters wieder viele Menschen das Emder Areal an. Das Gelände ist seit Jahren ein Sorgenkind, nicht nur wegen der Staunässe. Die Stadt will der historischen Parkanlage am Fuß des Walls deshalb eine Verjüngungskur verordnen. Doch in letzter Zeit ist es ruhig geworden um die Pläne, die die Qualität als Naherholungsgebiet stärken sowie den ökologischen Bestand sichern und weiterentwickeln sollen.

Was und warum

Darum geht es: Rund um den Schwanenteich gibt es Probleme mit der Entwässerung, die dieser Tage wieder deutlich zu sehen sind. Bald soll das Areal umgestaltet werden. Die konkreten Pläne sollen bis Ende Juni vorgestellt werden.

Vor allem interessant für: alle, die öfter mal am Schwanenteich spazieren gehen, dort picknicken oder aber mit ihren Kindern den Spielplatz besuchen

Deshalb berichten wir: Die Probleme mit der Entwässerung am Schwanenteich sind dieser Tage wieder deutlich zu sehen. Zuletzt war es ruhig geworden um die Pläne zur Umgestaltung. Wir hörten uns um, wie es weitergeht, nachdem auch Bürger aufgerufen waren, sich mit Ideen zu beteiligen.

Die Autorin erreichen Sie unter: s.tome@zgo.de

Fest steht, dass auch die Probleme mit dem Wasser im Zuge der Umgestaltung näher in den Blick rücken sollen. „Verantwortlich für das derzeitige Wasserregime im Bereich des Schwanenteiches sind die zurückliegenden starken und andauernden Niederschläge“, so Stadtsprecher Eduard Dinkela. Aktuell werde der Wasserstand der Teiche regelmäßig durch die Mitarbeiter des Emder Bau- und Entsorgungsbetriebs (BEE) geprüft und wenn nötig reguliert, wie Dinkela auf Nachfrage mitteilt. „Somit kann dieser nicht für die Staunässe auf der Fläche des Schwanenteichs verantwortlich sein.“ Der Baumbestand des Parks leidet bereits seit Längerem. Einerseits unter einem hohen Grundwasserstand und andererseits unter dem Brackwasser, das vom Roten Siel in die Anlage dringt. In der Vergangenheit mussten bereits mehrere alte Linden an den beiden Teichen gefällt werden.

Doch was genau geschieht jetzt mit dem Gelände?

Im März letzten Jahres hatte die Stadt dazu aufgerufen, Ideen und Anregungen für eine Umgestaltung der Anlage einzureichen. Das Interesse war groß: Etwa 300 Menschen hatten sich binnen acht Tagen an dem Aufruf beteiligt. Die Ideen und Anregungen flossen mit ein in einen Wettbewerb für Landschaftsarchitekten. Diesen Wettbewerb schloss die Stadt Ende des Jahres mit zwei 2. Plätzen ab. Die beiden „Gewinner“ überarbeiten nach Angaben der Stadt derzeit ihre Entwürfe. Voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres, also bis Ende Juni, soll der Prozess abgeschlossen und der Stadt ein konkreter Entscheidungsvorschlag vorgestellt werden.

Einige konkrete Vorhaben wurden bereits in den Wettbewerbsunterlagen genannt. Dazu gehören zusätzliche Bewegungs- und Aufenthaltsangebote für alle Altersgruppen, barrierefreie Wege und der freie Zugang zu dem Bootsanleger am Fehntjer Tief. Vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger hätten häufig den Wunsch nach einer Minigolf-Anlage genannt, die es in den 1950er und 1960er Jahren in der Parkanlage schon einmal gegeben hatte. Auch die als „Fettens Garten“ bekannte Grünanlage, die den Schwanenteich mit der Straße Am Herrentor verbindet und jetzt kaum genutzt wird, haben die Stadtplaner im Blick. Dort mangele es an Angeboten und Anreizen für einen Aufenthalt.

Was das Ganze kosten wird, dazu kann die Stadt bisher keine Angaben machen. Nur so viel: Die Maßnahme werde zu zwei Dritteln aus Städtebaufördermitteln der Erneuerungsmaßnahme „Grünes Band Emden“ finanziert werden. Mit diesen Mitteln wurde unter anderem auch der im Sommer letzten Jahres eröffnete neue Spielplatz auf dem Wall finanziert.

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