Krieg gegen die Ukraine
Hunderte Haustiere kommen täglich über die Grenze
In der Grenzregion sind auch Tierretter aus Deutschland im Einsatz. Unser Reporterteam hat mit ihnen am Grenzübergang in Medyka gesprochen.
Medyka - Wenn die Menschen aus der Ukraine fliehen, haben sie meist nur das dabei, was sie unbedingt brauchen - und was ihnen besonders wichtig ist. Dazu gehören nicht selten auch Haustiere. An der Grenze sieht man immer wieder Menschen, die unter Jacken, in Taschen oder Tragekörben ihre Haustiere dabei haben. Damit auch Hunden und Katzen geholfen werden kann, sind beispielsweise am Grenzübergang Medyka auch Tierretter im Einsatz.
Eine dieser Tierretter ist Sandra Kögel, 1. Vorsitzende des Vereins Tierrettung Chemnitz und Tierunfallsanitäterin. Über den Bundesverband Gemeinschaft Deutscher Tierrettungsdienste wurde der Einsatz an der Grenze organisiert. Vor Ort hilft also nicht nur ein bestimmter Verein, sondern die Freiwilligen kommen aus unterschiedlichen Orten in Deutschland.
Vor allem Hunde und Katzen
„Wir sind hier, um hier vor allem Flüchtende mit Haustieren zu betreuen“, so Kögel. Seit mehr als einer Woche ist das Team in wechselnder Besetzung schon am Grenzübergang Medyka aktiv. Die Tierretter bieten neben Futter auch eine medizinische Versorgung. Aber auch Leinen und Taschen sind vorrätig.
„Man hat eigentlich immer Menschen, die hier vorbeikommen“, sagt Kögel. Nur mitten in der Nacht könne sich das Team meistens etwas Ruhe gönnen, aber an sich sei das Zelt mit den Hilfsgütern nahezu dauerhaft besetzt.
Über die Grenze würden mit ihren Besitzern vor allem Hunde und Katzen kommen, „aber wir hatten auch schon Meerschweinchen“, so Kögel. Wie viele Tiere täglich über die Grenze kommen, sei schwer zu sagen.
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