Abfall
Blaue Säcke im Landkreis Leer bleiben jetzt stehen
Nicht alle Einwohner hatten offenbar verstanden, dass ab dem 1. April im Landkreis Leer Altpapier über die Tonne entsorgt wird. Viele stellten noch blaue Säcke raus und wundern sich jetzt vielleicht.
Leer - Mit dem 1. April hat bei der Abfallentsorgung im Landkreis Leer eine neue Zeit begonnen: Altpapier wird ab sofort nur noch über die Blaue Tonne oder Großbehälter entsorgt, die an alle Haushalte verteilt wurde. Das hatten aber offenbar nicht alle Einwohner verstanden. Sie hatten am Freitag noch blaue Säcke mit Altpapier rausgestellt.
„Die nehmen wir nicht mehr mit“, sagte Klaus Anneken, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises Leer, entschieden. Somit blieb das Altpapier in den Säcken einfach stehen. Es wurde darauf verzichtet, erneut eine Information zur Einführung der Altpapiertonne daran zu heften. „Wir haben umfangreich zu dem Thema informiert“, betonte Anneken. Unsere Zeitung hat ebenfalls seit Wochen immer wieder darüber berichtet und die Vorgehensweise beschrieben.
Neue Tonnen und neue Abholzeiten
Die neuen Tonnen und Behälter werden unabhängig von dem übrigen Müll geleert, da hierzu ganz neue Fahrzeuge im Einsatz sind. Deshalb gibt es eigene Abfuhrtermine im vierwöchigen Rhythmus, die beim Abfallwirtschaftsbetrieb auf der Internetseite eingesehen werden können. Selbst wenn man erst Ende des Monats an der Reihe ist, muss die Tonne bereits genutzt werden. Außerdem haben sich an vielen Orten die Abfuhrzeiten geändert: Säcke für Restmüll, Bioabfall und Verpackungsmüll sollten unbedingt frühmorgens bereitstehen, selbst wenn vorher später geleert wurde.
Mit der ersten Papierabfuhr zeigte sich Anneken äußerst zufrieden: „Die Qualität ist super.“ Damit meinte er, dass zwischen Altpapier und Kartonagen so gut wie kein anderer Müll lag. Das ist wichtig für die Nutzung bei der Wiederverwertung. Laut Anneken haben dort, wo heute bereits die Tonne geleert wurde wie zum Beispiel in Ostrhauderfehn, nicht alle den Behälter an die Straße geschoben. Er betonte, dass nicht gewartet werden müsse, bis die Tonne voll ist. „Auch kleine Mengen nehmen wir mit“, so Anneken. Die erste Tour war bereits am Vormittag beendet.