Tourismus

Alles vorbereitet für den Besucheransturm?

| | 04.04.2022 16:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Alles voller Fahrräder, wie hier im vergangenen Jahr? Das möchte man künftig in Greetsiel nicht mehr erleben. Foto: Wagenaar/Archiv
Alles voller Fahrräder, wie hier im vergangenen Jahr? Das möchte man künftig in Greetsiel nicht mehr erleben. Foto: Wagenaar/Archiv
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200 neue Fahrradstellplätze sollen bis Mitte Juni in Greetsiel entstehen. Auch am Wohnmobilstellplatz wurde laut Gemeinde gearbeitet.

Greetsiel - Ostern naht – und damit erfahrungsgemäß der erste größere Besucheransturm auf die Krummhörn und die Küste. Gerade in Greetsiel hat die Gemeinde viel vor, um das Chaos, was in den letzten Jahren für Verdruss sorgte, etwas stärker einzudämmen. Doch wie ist der Stand bei Leitsystem, Fahrradständern und Wohnmobilen?

Was und warum

Darum geht es: Künftig gibt es am Wohnmobilstellplatz in Greetsiel feste Ansprechpartner für die Gäste.

Vor allem interessant für: Touristen, aber auch Einheimische, die sich mit dem Besucheransturm in der Krummhörn konfrontiert sehen.

Deshalb berichten wir: Wir wollten wissen, was aus den angekündigten Maßnahmen für Greetsiel geworden ist.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

1. Besucherleitsystem

Im Laufe des Jahres soll an mehreren Orten entlang der Nordseeküste ein sogenanntes Besucherleitsystem installiert werden. Laut Auskunft der Verwaltung sei mit dem Aufbau des Systems begonnen worden. Wann genau Besucher erstmals online vor dem Besuch von Greetsiel oder auf dem Weg dorthin erfahren können, wie voll es gerade ist, ist allerdings noch nicht klar. Anfang Mai, so heißt es seitens der Tourismusorganisation „Die Nordsee“, soll es genaue Informationen geben.

2. Wohnmobilstellplatz

Mit Beginn der Corona-Pandemie wurde Urlaub im eigenen Land wieder zum Thema für viele Deutsche. Die Folge: Die Absatzzahlen für Wohnmobile stiegen und die Stellplätze waren schnell sehr gut besucht. In Greetsiel gab es hier zunächst Probleme, weil die damals geltenden Bedingungen, vor allem das Vorhandensein eines negativen Tests, nicht ausreichend kontrolliert wurden. Greetsiel galt zwischendurch sogar als Geheimtipp für Testfaule. Die Gemeindeverwaltung hat seitdem immer wieder versucht, nachzubessern. 55 Stellplätze gibt es am „Reisemobilhafen Greetsiel“ nahe der Zwillingsmühlen.

Für die jetzt beginnende neue Saison seien, so heißt es auf Nachfrage, „technische Anlagen wie Kartenautomat, Stromanschlüsse, Beleuchtung oder Einrichtung für die Grauwasser-Entsorgung“ überholt und wo nötig erneuert worden. Auch die Empfangshäuschen seien ansprechender gestaltet worden. „Dafür waren hauptsächlich Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs im Einsatz“, heißt es. Zudem seien zwei Mitarbeiter eingestellt worden, „die vor Ort Ansprechpartner für die Wohnmobilsten sind und bei eventuellen Störungen der technischen Einrichtungen entsprechend rasch reagieren können“.

3. Fahrradstellplätze

In der Jahrespressekonferenz der Gemeindeverwaltung wurde angekündigt, dass es künftig gesonderte Stellplätze für Fahrräder geben soll. In der Vergangenheit behalf man sich mit aufgestellten Baugittern, an denen die Räder von Besucherinnen und Besuchern angeschlossen werden konnten. Damit wollte die Gemeinde der Verstopfung der Straßen und Wege im Greetsieler Ortskern durch abgestellte Fahrräder von (Tages-)Touristen entgegenwirken.

Die neuen Stellplätze, an denen es insgesamt Platz für 200 Räder geben soll, sollen an der Okko-tom-Brook-Straße und bei der Oase entstehen. Laut Ausschreibung sollen die Arbeiten ab dem 25. April, also erst nach Ostern, beginnen. Abgeschlossen sollen sie spätestens Mitte Juni sein.

Die Aufträge würden „in Kürze“ vergeben, heißt es aus dem Rathaus. Bei den Kosten rechnet die Gemeinde mit rund 180.000 Euro. Die Ausschreibung umfasst unter anderem 700 Quadratmeter Erdarbeiten, 100 Anlehnbügel, zwei Schließfachanlagen, zwei Fahrradservicestationen – und zwei Überdachungen von jeweils rund 63 Quadratmetern. Bei der Jahrespressekonferenz im Februar war noch unklar, inwieweit die Anlagen überdacht sein sollen.

4. Die Toiletten

Ebenfalls wieder eröffnet werden die öffentlichen Toiletten. Neun Stück sind auf der Internetseite der Touristik aufgeführt. Erstmals im vergangenen Jahr wurden die öffentlichen WC-Anlagen, die vor allem in Dorfgemeinschaftshäusern eingerichtet wurden, in der Krummhörn angeboten.

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