Fußball

TuS Dassendorf verzichtet: Kein Martin Harnik gegen Emden

| | 21.04.2022 13:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ex-Bundesligaprofi Martin Harnik (rechts) spielt nach dem Ende seiner Profizeit in seiner Heimatstadt Hamburg für den TuS Dassendorf. Er erzielte bisher 30 Treffer für den Oberliga-Spitzenreiter. Foto: Imago
Ex-Bundesligaprofi Martin Harnik (rechts) spielt nach dem Ende seiner Profizeit in seiner Heimatstadt Hamburg für den TuS Dassendorf. Er erzielte bisher 30 Treffer für den Oberliga-Spitzenreiter. Foto: Imago
Artikel teilen:

Der Oberliga-Vizemeister aus Niedersachsen bekommt in einer Aufstiegsrunde eine zweite Viertliga-Aufstiegschance. Das könnte auch auf Kickers Emden zukommen. Die möglichen Gegner stehen nun fest.

Bremen - Fünf Spieltage vor Ende der regulären Saison ist Kickers Emden mittendrin im Aufstiegsrennen zur Fußball-Regionalliga Nord. Vom direkten Aufstieg als Oberliga-Meister über eine Extra-Aufstiegsrunde bis zum knappen Scheitern ist noch alles möglich. Sollten die Ostfriesen nach dem letzten Meisterrunden-Spieltag der Oberliga-Niedersachsen am 15. Mai wie momentan auch auf Platz zwei stehen, würden sie mit den aufstiegsberechtigten Teams aus den Oberligen Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein in einer Aufstiegsrunde um zwei weitere Aufstiegsplätze spielen. Den dritten hat der niedersächsische Meister sicher.

Kickers Emden (links Tido Steffens) und BW Lohne gehören zu den Aufstiegsmitfavoriten in Niedersachsen. Foto: Doden
Kickers Emden (links Tido Steffens) und BW Lohne gehören zu den Aufstiegsmitfavoriten in Niedersachsen. Foto: Doden

In einer spannenden Aufstiegsrunde würde im Fall der Fälle aber kein Martin Harnik auf den BSV Kickers Emden warten. Der souveräne Tabellenführer und vermutliche Meister der Oberliga Hamburg verzichtete wie schon in den Vorjahren auf einen Lizenzantrag für die 4. Liga. Der frühere Bundesliga-Stürmer des SV Werder Bremen, Hamburger SV und VfB Stuttgart ist mit 30 Toren der absolute Torgarant des TuS Dassendorf.

Nur ein Bewerber aus Hamburg

Die Regionalliga Nord scheint für fast alle Hamburger Fünftligisten eine Nummer zu groß zu sein. Mit dem Wandsbeker TSV Concordia hat nur ein Verein seine Unterlagen beim Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) in Bremen eingereicht. Der Teilnahme an der einwöchigen Aufstiegsrunde, die am 29. Mai startet, steht für den derzeitigen Tabellenfünften kein Gegner mehr, sondern nur noch der NFV im Wege. Die Zulassungskommision muss „Cordi“ Anfang Mai nur noch die Lizenz erteilen.

Spannender ist das Rennen im Landesverband Bremen. Dort haben mit dem Tabellenführer Bremer SV und Verfolger Brinkumer SV die absoluten Spitzenteams sich um einen Viertliga-Platz beworben. Der Bremer SV sammelte 80 von 84 möglichen Punkten, Brinkum 77 von 87.

Zweikampf in Schleswig-Holstein

Aus Schleswig-Holstein haben mit dem SV Eichede (1./18 Punkte) und dem SV Todesfelde (3./16) zwei Mannschaften aus der Meisterrunde eine Viertliga-Lizenz beantragt, der Eckenförder SV (2./17) dagegen verzichtet.

Am meisten trauen sich die niedersächsischen Teams die Regionalliga mit all ihren Herausforderungen zu. Nur Schlusslicht Arminia Hannover und der Vorletzte FT Braunschweig haben von den zehn Mannschaften der niedersächsischen Meisterrunde keine Lizenz bis zum Stichtag 1. April beantragt. Eine Lizenzerteilung ist Voraussetzung für einen Aufstieg in die Regionalliga. Dabei geht es vor allem darum, ob das Stadion den Anforderungen der 4. Liga genügt. Kickers Emden braucht sich diesbezüglich keine Sorgen machen.

Sportlich kann Kickers am Sonnabend wieder einen großen Schritt zumindest Richtung Aufstiegsrunde machen: Um 15 Uhr gastiert der Dritte Germania Egestorf-Langreder beim Zweiten aus Emden.

Ähnliche Artikel