Dorfleben

Freepsum: Feuerwehr weg – was wird aus dem Feuerwehrhaus?

| | 05.05.2022 10:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bis zu ihrer Fusion mit der Nachbarfeuerwehr war im Dorfgemeinschaftshaus auch das Material der Einsatzkräfte untergebracht. Nun sind Räume frei – doch über mögliche Nachnutzungen schweigt die Gemeinde bislang. Foto: Archiv
Bis zu ihrer Fusion mit der Nachbarfeuerwehr war im Dorfgemeinschaftshaus auch das Material der Einsatzkräfte untergebracht. Nun sind Räume frei – doch über mögliche Nachnutzungen schweigt die Gemeinde bislang. Foto: Archiv
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Der Ortsvorsteher von Freepsum fühlt sich durch Bürgermeisterin und Gemeinde in seinem Engagement gehindert. Anlass des Zoffs ist ein Schlüssel.

Freepsum - Leer ist aktuell der Teil des Dorfgemeinschaftshauses in Freepsum, das zuvor von der Feuerwehr genutzt wurde. Vor allem eine Garage könnte, so denkt Ortsvorsteher Johannes Voß, ja genutzt werden. Dabei hat er aber offensichtlich die Rechnung ohne die Gemeinde gemacht.

Lange Geschichte kurzgefasst: Voß wollte für den Maibaum Materialien in der Garage unterbringen, besorgte sich einen Schlüssel von der Gemeinde – und sollte dann den Schlüssel nach persönlichem „Einschreiten“ von Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) kurzfristig wieder abgegeben.

Wie soll das Feuerwehrhaus genutzt werden?

Voß ist davon, auch wenn man sich auf eine Gnadenfrist einigen konnte, wenig begeistert. Er spricht sogar davon, dass man ihn seines Postens entheben solle, wenn er etwas falsch gemacht hat. Nach dem „Warum?“ für die ganze Aktionm befragt, zeigt sich Hilke Looden nicht nur unserer Redaktion gegenüber schmallippig. „Über die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses stimmen wir uns intern mit den Beteiligten ab. Sollte es hier Missverständnisse oder Unstimmigkeiten geben, so werden auch diese intern geklärt“, heißt es unter anderem auf Nachfrage unserer Redaktion.

Vopß gibt dabei zu bedenken, dass er sich bereits seit Januar um einen Termin mit der Gemeinde bemühe, um die weitere Nutzung der Garage zu besprechen. Termine seien immer verschoben worden. „Die Terminfindung gestaltete sich, aufgrund von Schichtarbeit bei einigen Beteiligten als schwierig“, sagt Looden, erst auf erneute Nachfrage, dazu. Ende Mai soll es nun einen Termin geben.

Immer wieder Diskussionen um Gemeinschaftshäuser

Auch auf die Frage hin, inwieweit der zuvor von der Feuerwehr Canum-Freepsum genutzte Teil des Dorfgemeinschaftshauses genutzt werden soll, gibt es seitens der Gemeinde nur kurze Antworten. „Über die mögliche künftige Nutzung soll in einem Gespräch mit Ortsvorsteher Voß und weiteren Vertretern der Dorfgemeinschaft gesprochen werden.“ Fragen zu beispielsweise von der Gemeinde schon durchgespielten Ideen werden nicht beantwortet.

Voß ist nach der ganzen Sache angefasst und sieht sich und seine Arbeit nicht wertgeschätzt. Zurücktreten will er allerdings nicht aus eigenen Stücken. Zumindest hier ist Hilke Looden wohl bemüht, die Wogen zu glätten: „Ich bin froh, dass wir mit Herrn Voß einen sehr engagierten Ortsvorsteher für die Ortschaft Freepsum haben“, teilt sie mit.

Um die Dorfgemeinschaftshäuser in der Krummhörn gab es in der Vergangenheit immer wieder Diskussionen. Während in manchen Ortschaften die Gebäude in einem guten Zustand sind, zeigen andere deutliche Mängel und Schäden.

Erst am Mittwochabend kam hier der zuständige Ausschuss zusammen. Diskussionsthema: das Dorfgemeinschaftshaus Woltzeten. Der Ausschuss sprach sich dafür aus, dass ein Planungsbüro die Kosten, bislang soll die Sanierung rund 850.000 Euro kosten, neu bewerten soll. Mehr dazu lesen Sie im Laufe des Tages auf oz-online.de.

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