Fußball TuS Strudden hat im Titelrennen die beste Ausgangslage
Das Titelrennen in der Bezirksliga ist ein Vierkampf. Vor der finalen Woche hat der TuS Strudden die beste Ausgangslage. Das sieht auch Torjäger Jeff Dorn so.
Friedeburg - Was mit zwei Niederlagen und 0:9 Toren über Ostern begann, könnte für den TuS Strudden mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte enden. Eine Woche vor dem Ende der Aufstiegsrunde der Fußball-Bezirksliga hat der Tabellenführer aus einem Titel-Quartett mit SV Hage (2.), TV Bunde (3.) und SV Holtland (4.) die besten Karten auf die Meisterschaft. „Wir haben es selber in der Hand. Das ist eine tolle Situation“, sagt Torjäger und Vize-Kapitän Jeff Dorn.
Selbst bei einer Niederlage am Sonnabend in Larrelt (Anstoß 14 Uhr) wäre das noch der Fall, da die Friedeburger am Mittwoch noch im Nachholspiel auf den SV Holtland und am letzten Spieltag auf den TV Bunde treffen – jeweils auf direkte Konkurrenten, jeweils vor eigenem Publikum. „Das wird eine tolle Woche. Wir wollen das bestmögliche herausholen“, sagt Dorn, der von den 38 TuS-Saisontoren 21 selbst erzielt hat.
Dorn, immer wieder Dorn
Doch am Osterwochenende blieb auch sein Torkonto leer. Sonnabends 0:4 in Pewsum, montags 0:5 gegen Larrelt – der Start in die zweite Saisonhälfte war miserabel. „Da hat natürlich niemand Richtung Tabellenspitze geschaut. Für uns ging es dann einfach darum, zu zeigen, dass wir es viel besser können und die starke Qualifikationsrunde kein Zufall war“, erzählt Dorn. Aus der brachten sie stattliche zwölf Punkte mit – nur Hage (13) hatte mehr.
Vier Tage nach dem Oster-Frust folgte ein eindrucksvolles „Lebenszeichen“ der Friedeburger, die sich in der Bezirksliga in den letzten Jahren in der Spitzengruppe etabliert hatten. Zwei Dorn-Tore bedeutete ein 2:0 beim TV Bunde. Danach lautete die Formel: Dreimal Dorn, 3:0 beim SV Holtland. Und am vergangenen Wochenende reichte ein Dorn-Treffer für ein 5:0 gegen den TuS Pewsum, weil die Youngster Felix Schmidt (könnte noch A-Jugend spielen) und Phillip Wieker jeweils doppelt trafen. Das schmeckte auch dem 28-jährigen Dorn, der viele Offerten anderer Vereine wieder abgelehnt hat, besonders gut. „Wir funktionieren als Team einfach super. Sei es wir Spieler auf dem Feld als auch im Zusammenspiel mit unseren Trainern.“
Landesliga-Entscheidung später
Wie auch die anderen möglichen Titelkandidaten hat sich der TuS Strudden noch nicht entschieden, ob er im Falle einer Meisterschaft den Landesliga-Aufstieg auch wahrnehmen oder verzichten würde. So hoch hat der TuS, dessen Erfolgsgeschichte 2015 mit der Meisterschaft in der 1. Kreisklasse begann, noch nie gespielt. „Sollten wir tatsächlich Meister werden, würden sich Verein und Mannschaft zusammensetzen, das Thema besprechen und gemeinschaftlich entscheiden. Die Landesliga ist sportlich und vom Aufwand natürlich eine andere Nummer“, so der Sportliche Leiter Florian Rose. „Jetzt gehen wir erstmal mit voller Kraft das spannende Saisonfinale an.“
Das startet in der Aufstiegsrunde am Freitagabend mit der Partie des SV Holtland gegen den SV Wallinghausen (18.45 Uhr). Mit einem Sieg wäre das Überraschungsteam aus Holtland bis mindestens Samstagnachmittag Tabellenführer.