Fußball-Landesliga  Germania Leer und der wieder greifbare Klassenerhalt

| | 20.05.2022 15:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Gewann zuletzt zweimal mit Germania: Interimstrainer Frank Bajen. Foto: Doden
Gewann zuletzt zweimal mit Germania: Interimstrainer Frank Bajen. Foto: Doden
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In der Landesliga kann Firrel mit einem Sieg gegen Lohne einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Der ist auch für Leer wieder möglich. Erste Personalien stehen auch bald fest.

Ostfriesland - Normalerweise hüpfen und tanzen die Spieler von GW Firrel nach Siegen in einem Kreis auf dem Spielfeld. Nicht aber am Mittwoch. Dabei war den Grün-Weißen mit dem 5:0 bei Union Lohne der höchste Saisonerfolg gelungen. „Der Sieg war wichtig. Doch der Fokus ging nach dem Spiel direkt auf die nicht minder wichtigere Partie am Sonntag“, erklärt Firrels Spielertrainer Bernd Grotlüschen das Ausbleiben der Siegeszelebrierung. Am Sonntag um 15 Uhr kommt es in Firrel zum schnellen Wiedersehen mit Lohne. Die weiteren ostfriesischen Vertreter in der Fußball-Landesliga, Germania Leer und TuRa 07 Westrhauderfehn, kämpfen ebenfalls um den Klassenerhalt, haben aber die schlechteren Ausgangslagen. Leer empfängt am Sonntag um 15 Uhr den SV Bad Rothenfelde (4.), Westhrauderfehn zeitgleich Mitkonkurrent VfL Oythe.

Mit einem erneuten Erfolg wird das Punktepolster von GW Firrel auf die Abstiegsplätze (derzeit vier Punkte) womöglich noch komfortabler. Bernd Grotlüschen spricht von einem „Riesenschritt Richtung Klassenerhalt, den wir machen können“. Personell steht ihm derselbe Kader zur Verfügung wie bei der Partie am Mittwoch. „Ich habe großes Vertrauen in die Jungs. Wenn sie über das gesamte Spiel so fokussiert sind wie in Lohne, dann mache ich mir überhaupt keine Sorgen.“ Die Partie am Mittwoch war überhaupt erst die erste in der Abstiegsrunde mit Firreler Beteiligung, die vor der 90. Minute entschieden war. Alle anderen waren spannend und umkämpft bis zum Abpfiff.

„Zaubern“ bei der Aufstellung

Frank Bajen, Interimstrainer bei Germania Leer, geht sogar soweit und sagt: „Wenn Firrel jetzt am Sonntag gewinnt, dann werden die auch in der Landesliga bleiben. Die letzten sechs Mannschaften kämpfen dann um einen verbleibenden Nichtabstiegsplatz.“ Dank zweier Siege in Folge ist der Klassenerhalt für Germania Leer wieder greifbar geworden. Zwar ist Leer noch Letzter, hat aber auf TuRa Westrhauderfehn, das den rettenden sechsten Platz belegt, nur drei Zähler Rückstand. Vier Spiele stehen für beide noch an.

Nach chaotischen Wochen haben die zwei Siege unter der Regie von Interimstrainer Frank Bajen für etwas Ruhe gesorgt. „Die Stimmung im Team ist jedenfalls gut“, sagt Bajen, wenngleich der kommende Gegner Bad Rothenfelde ein „dickes Brett“ sei. Die Osnabrücker dürften den Klassenerhalt nach 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen so gut wie sicher haben. Germania muss Sonntag auf die Stammkräfte Lukas Koets (gesperrt), Eike Berghaus (beruflich verhindert) und Steffen Busemann (verletzt) verzichten. „Da werden wir mit der Aufstellung wieder etwas zaubern müssen“, sagt Bajen.

Tipps

Firrel – Lohne 3:1. Die Grün-Weißen haben gegen Lohne am Mittwoch ihr Selbstvertrauen, Punktestand und Torverhältnis aufpoliert. Das Momentum im Rückspiel vier Tage später spricht klar für Firrel.

TuRa – Oythe 2:1. Mit Kapitän Ole Eucken kommt Offensivstärke und Sicherheit zurück, so hofft man jedenfalls. Hat TuRa das Spielglück, könnte sie den Gegner nicht nur auf Distanz halten, sondern sich auch von ihm absetzen.

Leer – Bad Rothenfelde 2:2. Mit frischem Selbstvertrauen sollte auch gegen die formstarken Osnabrücker ein Punkt möglich sein.

Ole Eucken ist wieder dabei

Busemann hat nun verkündet, im Sommer zu BW Papenburg zu wechseln. Er ist Abgang Nummer 13. Bajen, der auch ein Teil der neuen Fußball-Abteilung ist, hofft, kommende Woche erste Vertragsverlängerungen und/oder Neuzugänge präsentieren zu können. Von den niederländischen Testspielern interessiert sich Leer für vier bis fünf Kicker. „Alles sehr talentierte Jungs um die 20“, so Bajen. Auch die Trainerfrage für die kommende Spielzeit muss noch beantwortet werden.

TuRa Westrhauderfehn muss indes nach vier Pleiten in Folge wieder in die Spur finden, um die Klasse zu halten. „Personell ist es schon sehr heftig gewesen, und dann hat uns auch noch das Spielglück gefehlt“, erklärt Trainer Erhan Colak. „Offensiv waren wir auch zu harmlos. Durch die Rückkehr von unserem Kapitän Ole Eucken können wir hoffentlich wieder mehr Gefahr ausstrahlen“, sagt Colak. Der Gegner aus Oythe hat einen Zähler weniger auf dem Konto.

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