Fussball  Germania Leer: Zwischen Abstieg und noch mal hoffen

| | 27.05.2022 17:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bei einer Niederlage am Sonntag dürfte Germania Leer vermutlich abgestiegen sein. Foto: Doden
Bei einer Niederlage am Sonntag dürfte Germania Leer vermutlich abgestiegen sein. Foto: Doden
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Germania Leer könnte am Sonntag aus der Landesliga absteigen. Punktet man, darf Leer noch mal hoffen. Das gilt auch für TuRa 07. Firrel will Schützenhilfe leisten.

Leer - Grün-Weiß Firrel ist seit Mittwochabend gerettet und dennoch mittendrin im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga. Die kommenden Firrel-Gegner VfL Oythe (diesen Sonntag) und Falke Steinfeld (eine Woche später) sind direkte Konkurrenten der beiden stark abstiegsgefährdeten Ostfriesen-Teams Germania Leer (beim TV Dinklage) und TuRa 07 Westrhauderfehn (bei Falke Steinfeld). „Wir werden nichts abschenken und weiter alles geben. Da kein Ostfriese aus der Bezirksliga aufsteigen möchte und Papenburg in die Oberliga geht, wären wir froh, wenn Leer oder TuRa die Klasse halten und wir noch ein Derby haben“, sagt GW-Vorsitzender Johannes Poppen. Alle Auswärts-Partien beginnen am Sonntag um 15 Uhr.

Tipps

Dinklage - Leer 1:1. Möglicherweise ist beim längst geretteten „Spitzenreiter“ Dinklage die Luft schon etwas raus, so dass Leer zumindest einen Punkt mitbringen könnte.

Steinfeld - Westrhauderfehn 1:1. Beide Teams stehen mächtig unter Druck. Daher könnte es auf ein Unentschieden hinauslaufen, das beiden Mannschaften noch alle Möglichkeiten lassen würde.

Oythe - Firrel 1:2. Firrel verlor in diesem Kalenderjahr nur drei von zwölf Landesligaspielen und gewann sieben – zuletzt drei in Folge. Form und Selbstvertrauen sprechen für den vierten in Serie.

Die schlechtesten Karten im Kampf um den Klassenerhalt hat Schlusslicht Germania Leer (16 Punkte) mit fünf Zählen Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den momentan der VfL Oythe (21 Punkte) belegt. Damit es weiter Hoffnungen auf das „Wunder von Leer“ gibt und es am letzten Spieltag zu einem Endspiel in Oythe kommen könnte, muss Leer beim Spitzenreiter Dinklage punkten. Möglichst dreifach. „Uns ist die Schwere der Aufgabe bewusst. Wir werden es aber versuchen und wollen uns am Ende nichts vorwerfen lassen, auch wenn die Umstände wieder herausfordernd sind“, sagt Interimstrainer Frank Bajen.

„Der Fußballgott will es so“

Er muss die Mannschaft wieder auf mehreren Positionen umbauen, da Sandro Poppenga (krank), Max Schrock-Opitz (Polizei-Dienst), Tido Beening und Ramon Issa (beide privat verhindert) ausfallen. Form- und Ergebniskurve gingen zuletzt dennoch nach oben. Bei einer Niederlage oder einem Remis könnte der Abstieg zwei Spieltage vor Saisonende besiegelt sein.

Da wegen des Aufstiegsverzichts der Bezirksligisten Bunde (1.), Strudden (2.) und Holtland (3.) nun nur noch vier Teams aus der Landesliga absteigen, hat sich auch die Lage für das kriselnde Team von TuRa 07 Westrhauderfehn (19 Punkte) vor dem nächsten „Endspiel“ in Steinfeld wieder verbessert. „So viele Chancen bekommt man eigentlich nicht, aber scheinbar will es der Fußballgott so. Durch die neue Situation haben alle Mannschaften wieder die Möglichkeit, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Wir müssen jetzt aber die Kurve kriegen und werden alles daran setzen, das Spiel in Steinfeld positiv zu gestalten“, sagt Trainer Erhan Colak. Zuletzt gab es fünf Niederlagen in Serie.

Firrels Kader bleibt zusammen

Personell ist die Lage in Westrhauderfehn weiterhin angespannt. Unterstützung gibt es aus der U23, die am vergangenen Wochenende Meister in der Ostfrieslandliga wurde.

Drei Siege in Serie mit großartigen Teamleistungen haben Grün-Weiß Firrel (29 Punkte) vorzeitig die Klasse halten lassen. Nach der Spontan-Party am Mittwochabend nach dem 2:1 in Steinfeld will man nun noch so viele Punkte wie möglich sammeln. „Für uns – und für unsere Ostfriesen“, so Klubchef Johannes Poppen, dessen Team in Oythe auf Kunstrasen spielt. Er kann nun beruhigt auf die kommende Landesliga-Saison schauen. Der gesamte Kader bleibe zusammen. „Es wird natürlich auch Neuzugänge geben. Da finden aber noch Gespräche statt.“

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