Achtelfinale im Ostfriesland-Cup  Nach 22 Elfmetern in Moordorf darf TuS Strudden jubeln

| | 08.07.2022 23:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Konnte mit seinem Team zufrieden sein: Moordorf-Trainer Dennis Debelts. Archivfoto: Doden
Konnte mit seinem Team zufrieden sein: Moordorf-Trainer Dennis Debelts. Archivfoto: Doden
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Strudden hat das Viertelfinale erreicht. Aber auch der Verlierer darf sich etwas freuen. Denn Bezirksliga-Neuling Moordorf überraschte in den 90 Minuten und hatte erst nach 22 Elfmetern das Nachsehen.

Moordorf - Kein Spiel, kein Elfmeterschießen und auch keine Prämie gewonnen. Und dennoch. Auch Ostfrisia Moordorf durfte sich nach dem Achtelfinal-Aus im Ostfriesland-Cup wie ein „kleiner“ Sieger fühlen. Die als Fahrstuhlmannschaft zwischen Kreis- und Bezirksliga verschrienen Moordorfer unternehmen dieses Jahr nach dem Aufstieg einen neuen Versuch, nicht direkt wieder abzusteigen. Gegen den künftigen Ligakonkurrenten und Bezirksliga-Vizemeister TuS Strudden verkauften sie sich vor nur 200 Zuschauern teuer und verloren nach torlosen 90 Minuten mit 8:9 nach Elfmeterschießen. Dabei brachte erst der 22. Elfmeter die Entscheidung.

Nachdem Struddens Torwart René Breu seinen dritten Elfmeter pariert hatte, bot sich Kenneth Janssen mit dem 11. Struddener Elfmeter die Chance auf das neunte Tor und damit den Sieg. Er nutzte sie. Trainer Frank Winkler räumte ein, dass der Erfolg etwas glücklich war. Allerdings hatte er auch eine sehr junge Truppe am Start. „Heute standen sehr viele 18- und 19-Jährige bei uns auf dem Platz.“ Die Jugend zeigte keine Nerven und buchte das Viertelfinal-Ticket.

Moordorf mit besseren Chancen

Nach ausgeglichenen und chancenlosen ersten 15 Minuten übernahm Strudden etwas die Initiative. Das schlug sich auch in zwei Torchancen nieder. Ein Schuss aus 18 Metern strich knapp am Pfosten vorbei (18.). Der Schuss von Felix Schmidt landete dann sogar am Lattenkreuz (32.). Dann gestalteten die gut organisierten Moordorfer die Partie aber wieder ausgeglichener. Zwei Kopfbälle von Andre Röpkes (36.) und Andre Kornelius (41.) strichen knapp am Tor vorbei, ein Fernschuss von Torjäger Andre Röpkes ebenfalls.

„In der ersten Halbzeit wollten wir sicher stehen. Das ist uns gelungen“, sagte Moordorfs Trainer Dennis Debelts nach dem Spiel. „Schade, dass wir nach dem Wechsel nicht eine der Chancen genutzt haben. Ein Sieg nach 90 Minuten war für uns möglich.“ Andre Röpkes und Nils Hogelücht mit einer Groß-Doppelchance (47.), Wilko Janssen per Kopfball (68.) und Jean-Paul Bamezon (83.) mit einem Schuss ans Außennetz besaßen drei große Möglichkeiten zum 1:0. Demgegenüber stand für die junge Struddener Elf nur noch eine „dicke“ Möglichkeit durch Torjäger Jeff Dorn. Aber Torwart Simon Weber war auf dem Posten (76.). So musste die Lotterie namens Elfmeterschießen den Sieger ermitteln. Erst nach 22 Schützen stand dieser fest.

Moordorf: Weber; de Beer, T. Janssen, T. Röpkes, N. Hogelücht (70. Bamezon), Schütte, Kornelius, Aerts, W. Janssen, A. Röpkes, Kruse.

Strudden: R. Breu; Bendig (77. K. Janssen), Dorn, Wieker, Heinemann, P. Breu, Mammen (64. Dübbel), P. Janssen (57. Harms), Steinhorst, J. Schmidt (64. Moustafa), F. Schmidt (72. Neumann).

Elfmeterschießen: R. Breu hält den Schuss von Andre Röpkes, Weber hält den Schuss von Jeff Dorn, 1:0 Bamezon, 1:1 Heinemann, Breu hält den Schuss von Mirco Schütte, 1:2 Steinhorst, 2:2 W. Janssen, Weber hält den Schuss von Nick Dübbel, 3:2 Aerts, 3:3 P. Breu, 4:3 P. Janssen, 4:4 Moustafa, 5:4 Kruse, 5:5 Neumann, 6:5 T. Röpkes, 6:6 Harms, 7:6 de Beer, 7:7 Wieker, 8:7 Weber, 8:8 R. Breu, Breu hält Schuss von Andre Kornelius, 8:9 K. Janssen.

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