Sommersaison in Greetsiel  Keine Fahrradstellplätze, aber mehr Übernachtungen

| | 22.07.2022 06:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Was im vergangenen Jahr für Probleme sorgte, ist bislang ausgeblieben: Trotz fehlender Abstellplätze hält sich das Radchaos in Greetsiel derzeit in Grenzen. Foto: Wagenaar/Archiv
Was im vergangenen Jahr für Probleme sorgte, ist bislang ausgeblieben: Trotz fehlender Abstellplätze hält sich das Radchaos in Greetsiel derzeit in Grenzen. Foto: Wagenaar/Archiv
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Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass vor allem Greetsiel eine gute Sommersaison erleben könnte. Aber nicht alle Pläne sind geglückt.

Greetsiel - Abgestellte Fahrräder verstopfen die Wege in Greetsiel, zusätzliche Stellplätze werden mit Absperrgittern provisorisch geschaffen: So sah es im vergangenen Jahr in Greetsiel zur Hochsaison aus. In diesem Jahr sollte alles anders sein.

Was und warum

Darum geht es: Die angekündigten neuen Radstellplätze in Greetsiel werden wahrscheinlich frühestens im August aufgestellt werden.

Vor allem interessant für: Greetsieler, Radfahrer

Deshalb berichten wir: Wir haben uns gefragt, was aus den angekündigten Neuerungen für die Hochsaison in Greetsiel geworden ist.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Ist es auch, aber das dürfte eher Zufall sein. Ursprünglich war nämlich geplant, pünktlich zur Sommersaison neue Fahrradstellplätze zur Verfügung zu stellen. Geworden ist daraus bislang aber nichts.

Warum stehen die Fahrradboxen noch nicht?

Als Grund gibt Hilke Looden, parteilose Bürgermeisterin der Krummhörn, etwas mittlerweile oft Angegebenes an: Lieferschwierigkeiten. „Die angekündigten Fahrradabstellplätze stehen noch nicht und werden nicht vor August erwartet“, so Looden. Aktuell geht die Gemeinde davon aus, dass die für die Stellplätze benötigten Aufbauten im August geliefert werden können.

Rund 200 „ordentliche“ Fahrradstellplätze sollen im Küstenort eigentlich geschaffen werden. Während der Coronazeit, als der Urlaub in der eigenen Heimat einen besonderen Aufschwung erlebte, hatte die Gemeinde zwischenzeitlich provisorische Stellplätze mit Absperrgittern geschaffen. Aber auch das reichte nicht aus. Errichtet werden sollen die Stellplätze nahe der Oase und an der anderen Seite des Dorfes am Parkplatz am Sportplatz. Aber schon Anfang des Jahres, bei der Vorstellung der Idee, befürchtete die Gemeinde Lieferschwierigkeiten.

Erstickt Greetsiel jetzt wieder in Rädern?

Bislang kommt der Küstenort aber auch ohne die neuen Stellplätze aus. Wie Looden auf Nachfrage mitteilt, habe es bislang nur kleinere Probleme und Zwischenfälle gegeben. „Bisher können wir von keiner großen Problematik sprechen“, die Situation sei im Rahmen.

Wie ist die Situation auf den Wohnmobilstellplätzen?

Zur Vorbereitung auf die Saison gehörte auch, dass die Gemeinde zusätzliche Kräfte für den Wohnmobilstellplatz eingestellt hat. Diese sollen als Ansprechpartner vor Ort dienen. Die Schaffung der Stelle eines Platzwartes hat sich aus Sicht der Gemeinde gelohnt, so Looden.

Ist der Corona-Knick vorbei?

Auch wenn die Pandemie dafür gesorgt hatte, dass der Urlaub in Deutschland auch für diejenigen, die in der Bundesrepublik leben, attraktiver wurde: Den Übernachtungszahlen hat Corona auch in Greetsiel und der restlichen Krummhörn einen ordentlichen Knick verpasst. 2019, vor Beginn der Pandemie, kamen 277.300 Übernachtungen im ersten Halbjahr zusammen. Ein Jahr später waren es im Vergleichszeitraum 184.100, 2021 sogar nur noch 128.500 Übernachtungen.

Doch in diesem Jahr deuten die Zeichen wieder deutlich nach oben: „Wir haben im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 sogar eine Steigerung von 20 Prozent zu verzeichnen“, so Looden. 334.000 Übernachtungen wurden bislang gezählt. „Allerdings“, bremst Looden aufkommende Euphorie, „werden wir, wie viele andere Urlaubsregionen auch, nun sehen müssen, wie sich die steigenden Lebenshaltungskosten auf die Reisefreudigkeit unserer Gäste auswirken werden.“

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