Dreharbeiten für Friesland-Krimi Auch in Rysum wird „ermittelt“
Für mehrere Stunden verwandelten sich Teile des Dörfchens Rysum in eine Filmkulisse. Gedreht wurde für den Friesland-Krimi „Landfluchten“.
Rysum - Nicht nur Leer und das Rheiderland werden in einem der nächsten Friesland-Krimis im ZDF zu sehen sein, sondern auch die Gemeinde Krummhörn. Genauer: das kleine Dörfchen Rysum. Am vergangenen Freitag war das Filmteam im Runddorf zu Gast – und die Mühle wurde ganz besonders in Szene gesetzt.
Mittendrin bei den Dreharbeiten war auch Ekehard Jaspers. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Rysum ist zwar nicht direkt zu sehen, dafür aber wohl sein Haus. „Und in meinem Flur haben sie auch gedreht“, verrät er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Man ist ja schon neugierig, aber um die Ecke gucken oder laut sein, das geht nicht“, so Jaspers.
Mühlenkopf musste für Aufnahmen gedreht werden
Doch auf Wunsch des Filmteams musste Jaspers auch selbst aktiv werden: Für eine Aufnahme musste die Mühlenkappe gedreht werden, damit die Flügel auch ordentlich im Bild sind. Jaspers wurde gerufen, der 82-Jährige schnappte sich spontan zwei von der Filmcrew und rückte alles ins rechte Licht.
Auch Volker Hischen machte sich vor Ort ein Bild vom Geschehen. Er berichtet, dass die Polizisten Henk Cassens und Süher Özlügül (gespielt von Maxim Mehmet und Sophie Dal) in der Denkmalstraße in Rysum nach jemandem suchen mussten. „Und Bestatter Wolfgang Habedank fuhr in der Friedhofstraße vor, das war auch irgendwie passend.“ Die Figur des Bestatters Habedank, gespielt von Holger Stockhaus, gehört zu den wiederkehrenden Figuren in den Friesland-Krimis.
Noch bis 5. August wird in Ostfriesland gedreht
Während Jaspers und auch andere Rysumer von dem Filmdreh wussten, traf das nicht auf alle Bewohner des Dorfes zu. Mancher sei, so hört man aus Dorfkreisen, ganz aufgeregt zum Nachbarn gekommen, weil plötzlich Polizei und Streifenwagen im Ort unterwegs waren.
Gedreht wurde in Rysum für den Krimi „Landfluchten“, in dem es um überbordenden Tourismus und den (gewaltsamen) Tod des Vorsitzenden einer Bürgerinitiative gehen soll. So geht es auch in den Szenen, die im Flur von Jaspers gedreht wurden, um den Verkauf einer Immobilie. Tourismus und der Ausverkauf von Immobilien an Auswärtige ist in der Krummhörn ein immer wieder heiß diskutiertes Thema.
Aktuell wird in Ostfriesland aber auch noch für eine weitere Friesland-Folge gedreht: In „Feuerteufel“ erschüttert eine Brandserie mit zwei Toten die Stadt Leer. Krimi-Fans können noch bis zum 5. August Dreharbeiten in Leer und Umgebung beobachten. Dann sind diese in Ostfriesland abgeschlossen. Ausgestrahlt wird „Landfluchten“ voraussichtlich im kommenden Jahr. Genaue Sendetermine für die beiden neuen Filme stehen laut Produktionsfirma aber noch nicht fest