Nachfolgerin gefunden  Drei Fragen an die neue Tierheimleiterin in Stapelmoor

|
Von Vera Vogt
| 28.07.2022 07:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Anke Wilken hat ein großes Herz für Tiere. Foto: privat
Anke Wilken hat ein großes Herz für Tiere. Foto: privat
Artikel teilen:

Anke Wilken übernimmt ab Oktober die Leitung des Tierheimes in Stapelmoor von Iris Holzapfel. Die Neue ist keine Unbekannte.

Rheiderland - Es wurde eine Nachfolgerin gefunden: Anke Wilken wird die Tierheimleitung in Stapelmoor im kommenden Jahr übernehmen. Sie startet schon in diesem Oktober, leitet das Tierheim dann aber zunächst gemeinsam mit der derzeitigen Chefin Iris Holzapfel.

Nach Jahrzehnten im Tierschutz und mehr als einem Jahrzehnt in Stapelmoor kann Holzapfel das Heft abgeben. Die Nachfolger-Suche lief schon eine Weile. „Ich habe immer gesagt: ‚Wenn es den Katzen bessergeht, höre ich auf“, sagte Holzapfel bereits Anfang des Jahres. „Wir hatten lange Verhältnisse für die Katzen wie in anderen Ländern für Straßenhunde. Ihr Elend war egal“, sagte sie. Heute gebe es Kastrationsaktionen, ein Bewusstsein forme sich. Ein guter Zeitpunkt, für die Übergabe. Und die Neue ist keine Unbekannte: Die 38-jährige Wilken ist seit einigen Jahren im Tierschutz Rheiderland aktiv. Wir haben sie mit einigen Fragen gelöchert, bevor sie in die Leitung einsteigt:

Wie kamen Sie zum Tierschutz und seit wann sind Sie dabei?

Anke Wilken: Zum Tierschutz kam ich schon als Kind, da ich mich immer für Tiere interessiert habe. Darum habe ich ab meinem zwölften Lebensjahr auch auf vegetarische Ernährung umgestellt. Sendungen wie „Tiere suchen ein Zuhause“ habe ich jeden Sonntag geschaut. Mitglied im Tierschutz Rheiderland bin ich seit einigen Jahren. Meinen mittlerweile verstorbenen Jack-Russell-Rüden habe ich, während ich Sachspenden zum Tierheim gebracht habe, kennengelernt. Damals war kein dritter Hund geplant, aber er passte einfach rein. Seine Vergangenheit war nicht gerade gut. Ausgesetzt, misshandelt. Er war misstrauisch. Durch seine Adoption hatte ich automatisch Kontakt zu Iris und wir haben schnell gemerkt, dass uns einiges verbindet.

Und wie kam es, dass Sie die Leitung übernehmen?

Wilken: Ich stand zwar in einem festen Job, allerdings haben mein Verlobter und ich immer mal ehrenamtlich im Tierheim ausgeholfen. Iris und ich verstehen uns gut, kennen uns lange und sie weiß, glaube ich, dass das Tierheim bei mir in guten Händen ist, und ich die Aufgabe mit viel Herzblut angehen werde.

Mit welchem Gefühl gehen Sie der Aufgabe entgegen?

Wilken: Mit einem sehr positiven Gefühl. Es fühlt sich einfach richtig an. Und jetzt ist der Zeitpunkt perfekt. Es werden auch Herausforderungen auf mich zukommen, aber genau diese braucht man doch, um zu wachsen.

Ähnliche Artikel