Bezirksligist besiegt Landesligist Firrel  Bunder Bezirkspokalserie geht vor der Hochzeitsparty weiter

| | 08.09.2022 13:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Lukas Kappernagel brachte Bunde mit späten Toren ins Elfmeterschießen. Foto: Damm
Lukas Kappernagel brachte Bunde mit späten Toren ins Elfmeterschießen. Foto: Damm
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Fünf Ostfriesen waren in der 3. Runde im Einsatz. Firrel stand schon fast im Achtelfinale, dann erzwang Bunde noch ein Elfmeterschießen. Der Triumph kann nun auf einer Hochzeit gefeiert werden.

Ostfriesland - In der Fußball-Bezirksliga sucht Meister TV Bunde noch Form und Konstanz. Im Bezirkspokal dagegen läuft es. Nachdem die Rheiderländer vergangene Saison bis ins Halbfinale vorgedrungen waren, schalteten sie nun in der 3. Runde Landesligist Grün-Weiß Firrel mit 5:3 nach Elfmeterschießen aus. Ebenfalls vom Punkt gewann der SV Wallinghausen das Bezirksliga-Duell beim SV Hage. Den Achtelfinal-Einzug verpasst hat der SV Großefehn, der beim 1:2 gegen Landesligist Hansa Friesoythe aber stark aufspielte.

TV Bunde – GW Firrel 5:3 n.E. (0:1/2:2). Nach dem 1:6 in der Liga gegen Middels wollte Bunde vor allem die Defensive stabilisieren. Landesligist Firrel, der wie angekündigt gegenüber den jüngsten Ligasiegen viel rotierte, hatte so die Spielkontrolle. Felix Karius besorgte nach 27 Minuten das 0:1. Die Bunder reklamierten vergebens, sie hatten eine Abseitsstellung gesehen. Als kurz nach der Pause der gerade eingewechselte Ermal Hyseni einen Fehler von Bundes Abwehrchef Thomas Girod zum 0:2 nutzte, sah alles nach einem Gäste-Sieg aus. Zumal Bunde noch zwei Chancen vergab.

„Wir haben aber nochmal große Moral gezeigt“, freute sich Trainer Matthias Schmidt. Ein Doppelschlag von Lukas Kappernagel brachte in der Schlussphase noch den Ausgleich. Im Elfmeterschießen setzte sich Bunde wie schon eine Runde zuvor gegen Pewsum mit 3:1 durch. Die Firreler, bei denen Felix Karius und Jan Grotlüschen verletzt ausschieden, leisteten sich drei Fehlschüsse.

Die Bunder freuten sich über den Coup und wollen in der Liga am 17. September auch wieder in die Spur kommen. Die Großefehn-Partie von diesem Wochenende wurde verlegt, in Bunde wird gefeiert: Die Hochzeit von Mittelfeldmann Keno Siemens.

Tore: 0:1 Karius (27.), 0:2 Hyseni (47.), 1:2/2:2 Kappernagel (84./88.). Elfmeterschießen: Firrels Alex Schmidt scheitert an Marcel Kayser, 3:2 Winkler , 3:3 Suda, 4:3 C. Buse, Re. Grotlüschen schießt über das Tor, 5:3 Bertram, Borgmann schießt über das Tor.

SV Großefehn – Hansa Friesoythe 1:2 (0:0). „Raus mit Applaus“: Die Überschrift des Facebook-Textes des SV Großefehn passte zum Auftritt der Fehntjer. „Wir sind mit einer sehr starken Leistung gegen ein Landesliga-Spitzenteam ausgeschieden“, sagte SVG-Trainer Bi Le Tran. Der Bezirksligist verstärkte die Defensive, überließ dem Favoriten die Kontrolle. So sahen die Zuschauer eine Partie mit mindestens 70 Prozent Ballbesitz für die Gäste. „Aber wir haben lange fast nichts zugelassen und hatten nach vorne auch mal gute Umschaltmomente.“ Die bis dahin größte Chance des Spiels vergab SVG-Torjäger Hauke Specht. Gejubelt wurde etwas später dennoch, als Ralf Aden mit einem trockenen Linksschuss das 1:0 besorgte (56.). „Das hatten wir uns durchaus verdient.“

Ralf Aden brachte Großefehn in Führung. Foto: Steenhoff
Ralf Aden brachte Großefehn in Führung. Foto: Steenhoff

Hansa legte nun noch einen Zahn zu und traf kurz darauf zum Ausgleich. Ein Freistoßpfiff nach 74 Minuten war sehr umstritten. Keven Oltmer war es egal: Der frühere Regionalliga-Kicker aus Jeddeloh schoss den Ball aus 22 Metern wunderbar zum 1:2 für Friesoythe in den Winkel. Der Gastgeber riskierte danach immer mehr. Er hatte dann Glück, dass Hansa per Konter nicht das 1:3 besorgte und Pech, dass Andreas Flessner in der Naschspielzeit aus elf Metern das 2:2 verpasste.

Tore: 1:0 Aden (56.), 1:1 Siderkiewicz (62.), 1:2 Oltmer (74.).

SV Hage – SV Wallinghausen 3:4 n.E. (0:0). In einer chancenarmen ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend. Nach dem Seitenwechsel wurde der Gastgeber aktiver, kam mit Schwung aus der Kabine. Daraus ergaben sich laut SVH-Trainer Mario Look auch gute Möglichkeiten. Dreimal parierte SVW-Schlussmann Phillip Grensemann stark, ein Kopfball von Keno Goldenstein nach einer Ecke wurde von einem Verteidiger auf der Linie geklärt. Im Gegenzug wäre dem Gast durch Henrik Siefkes fast das 0:1 gelungen. So ging es ins Elfmeterschießen. Dort setzte sich der SVW dann durch. Es traf auch Ex-Profi Frank Löning, der bei seinem Heimatverein Wallinghausen zum zweiten Mal in dieser Saison mitwirkte und diesmal 90 Minuten in der Verteidigung spielte.

Elfmeterschießen: Hages Thomas Brungers schießt über das Tor, 0:1 Löning, 1:1 Heppner, Hages Torwart Kai Barkhoff hält, Wallinghausens Phillip Grensemann hält, 1:2 Alberts, 2:2 Claassen, 2:3 Dahlke, 3:3 Goldenstein, 3:4 Konda.

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