Nun doch möglich Rolle rückwärts beim abgesagten Jugendplatz in Hinte
Eigentlich war das Thema Jugendplatz in Hinte wieder begraben worden. Zumindest, wenn es um Fördermittel geht. Doch das hat sich jetzt plötzlich geändert.
Hinte - Erst gab es Freude, dann gab es Vorwürfe und jetzt ist fast klammheimlich alles wieder gut. Die Gemeinde Hinte hat überraschend doch Fördermittel für den Bau eines Jugendplatzes bekommen.
Was und warum
Darum geht es: Hinte bekommt 35.000 Euro für einen neuen Jugendplatz.
Vor allem interessant für: Eltern von Kindern und Jugendlichen, die in der Gemeinde Hinte wohnen.
Deshalb berichten wir: Es gibt jetzt doch Geld. Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de
Ein Blick zurück: Es ist schon länger der Wunsch des Kinder- und Jugendparlaments in Hinte, dass in der Gemeinde ein zentraler Platz als Treffpunkt für Jugendliche geschaffen wird. Vor rund vier Monaten beschloss der Gemeinderat, sich um ein entsprechendes Förderprogramm zu bewerben. Dann wurde es stiller um den Platz – und dann hieß es, dass die Gemeinde es nicht ins Programm geschafft hat.
Laute Kritik, gute Nachricht fast nebenbei
Das zog im Juli scharfe Kritik der SPD im Gemeinderat, auf die der eigentliche Antrag zurückging, an Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) nach sich. Dieser wies die unterstellte Untätigkeit der Verwaltung von sich. Drei Gemeinden aus dem Landkreis Aurich konnten durch das niedersächsische Aktionsprogramm „Startklar in die Zukunft“ beim Bau oder der Aufwertung von Jugendplätzen unterstützt werden. Vier Anträge habe es, so der Landkreis Aurich im Juli auf Nachfrage gegeben. Hinte zog damals den Kürzeren.
Im Vergleich zur Aufregung im Juli ist die jetzt bekanntgewordene gute Nachricht im Fachausschuss fast untergegangen: Hinte bekommt doch einen Jugendplatz. „Wir haben den Förderbescheid zur Schaffung des Jugendplatzes bekommen“, verkündete Redenius. Wie ursprünglich geplant, seien 35.000 Euro bewilligt worden. Wie der Bürgermeister auf Nachfrage dieser Zeitung sagt, habe es nach der Absage im Juli nachträglich eine Änderung gegeben. „Das zuständige Landesministerium hat die Beschränkung auf drei Gemeinden pro Landkreis aufgehoben.“
Gemeinde hat mehr als ein Jahr Zeit für Umsetzung
Der Landkreis Aurich habe dann in Absprache mit der Gemeinde die bereits erteilte Absage zurückgenommen. „Am 12. September haben wir die Förderbestätigung bekommen“, sagt Redenius. Die genehmigten 35.000 Euro müssen auch nicht dieses Jahr abgerufen werden. Bis zum Ende des kommenden Jahres müsste man fertig sein, so der Bürgermeister. „Die Förderung ist eine gesunde Basis“, sagt er.
Im Antrag habe die Gemeinde Eigenmittel in Höhe von 4500 Euro angegeben. Wie genau der Jugendplatz aussehen soll und wo er eingerichtet wird, ist noch unklar. Redenius hofft, dass sich das Kinder- und Jugendparlament, welches bald neu gewählt wird, hier auch mit weiteren Ideen einbringen wird. „Es wurde ja schon viel erarbeitet“, lobt Redenius das bisherige Jugendparlament.