Grundschulen in der Krummhörn  Initiative wartet auf Antworten

| | 06.10.2022 15:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Grundschule Jennelt würde gerne mit den Ratsfraktionen sprechen. Symbolfoto: Wagenaar/Archiv
Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Grundschule Jennelt würde gerne mit den Ratsfraktionen sprechen. Symbolfoto: Wagenaar/Archiv
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Am 12. Oktober will sich die BI zum Erhalt der Grundschule Jennelt erneut treffen. Eine Einladung an die Politik blieb bislang unbeantwortet.

Jennelt/Krummhörn - Mehr als 200 Menschen aus Jennelt und anderen Dörfern der Krummhörn haben mit einer Unterschrift schon ihre Unterstützung für den Erhalt des Grundschulstandortes in Jennelt signalisiert. Und die jüngst gegründete Bürgerinitiative (BI), die genau diesen Zweck verfolgt, plant schon die ersten Aktionen.

Was und warum

Darum geht es: Die BI zum Erhalt der Grundschule Jennelt spricht sich jetzt auch für die anderen Schulstandorte aus.

Vor allem interessant für: diejenigen, die sich für die Krummhörner Bildungslandschaft interessieren.

Deshalb berichten wir: Wir haben bei Jutta Lerche-Schaudinn nachgefragt, wie der aktuelle Stand ist.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Bereits zweimal haben sich die Unterstützer um die ehemalige Jennelter Schulleiterin Jutta Lerche-Schaudinn getroffen. Vor etwas mehr als einer Woche wurde ein Brief an die Ratsfraktionen verschickt. Darin enthalten: Das Angebot für ein Gespräch zwischen Politik und BI. „Bisher gab es leider keine Reaktion“, so Lerche-Schaudinn am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung. „Wir hoffen, dass da noch etwas kommt“, sagt sie weiter. Denn der Termin rückt näher: Bereits am kommenden Mittwoch, 12. Oktober, will sich die BI ab 19 Uhr erneut treffen – und dabei in der „Oll School Jinnelt“ (Knyphausenstraße in Jennelt) auch Vertreter des Rates begrüßen. Sofern sich welche anmelden.

BI weitet Fokus aus

Doch der Brief an die Politik, die der Anfertigung einer Bedarfsanalyse zustimmte, ist nicht die einzige Aktion der BI, die am 13. September in der Jennelter Kirche gegründet wurde. Auch die Unterschriftenlisten gehen weiter durch die Dörfer. „Wer darauf unterschreibt, wird aber nicht Mitglied der Initiative“, betont Lerche-Schaudinn. Die Unterschrift solle nur die Unterstützung für das Anliegen symbolisieren. Verpflichtungen gehe damit niemand ein, wobei tatkräftige Unterstützung natürlich weiterhin gerne gesehen sei.

Jutta Lerche-Schaudinn (von links) und Johannes Booken stehen der Bürgerinitiative vor. Entstanden ist das Bild bei der Gründungsversammlung in der Jennelter Kirche. Foto: Hock/Archiv
Jutta Lerche-Schaudinn (von links) und Johannes Booken stehen der Bürgerinitiative vor. Entstanden ist das Bild bei der Gründungsversammlung in der Jennelter Kirche. Foto: Hock/Archiv

Auch inhaltlich entwickelt sich die junge BI weiter. Zwar legt der Titel „Bürgerinitiative für den Erhalt des Grundschulstandortes in Jennelt“ eine gewisse Fokussierung fest. Aber letztendlich gehe es um alle Grundschulstandorte. „Angefangen hat natürlich alles mit der Sorge um die Schule in Jennelt“, sagt Lerche-Schaudinn. „Für uns sah es lange so aus, als sei nur dieser Standort bedroht.“ Mittlerweile sei man innerhalb der Bürgerinitiative aber auch schon einen Schritt weiter. „Wir sagen jetzt durchaus, dass es uns um den Erhalt aller Grundschulen geht“, so die ehemalige Schulleiterin. Damit begegnet die Initiative auch vereinzelter Kritik, dass es nicht um alle Standorte gehe.

Vor acht Jahren waren andere Schulen in Gefahr

Wobei wohl niemand erwartet, dass die Bedarfsanalyse gleich alle Schulen infrage stellt. Geht es nach den Ergebnissen einer älteren, landkreisweiten Bedarfsanalyse, dann sind tatsächlich die Standorte Loquard und Greetsiel eher gefährdet. Zumindest wurde vor rund acht Jahren angeraten, diese Standorte gegebenenfalls aufzulösen. Doch die Politik entschied sich damals dagegen.

Die Analyse damals wurde von der gleichen Firma, Biregio aus Bonn, durchgeführt, die nun auch die Kita- und Grundschullandschaft in der Krummhörn untersucht. Ein politisch einstimmiges Votum, weiter alle Standorte zu erhalten, gibt es nicht. Die Ergebnisse der Analyse, wenngleich nicht bindend, sollen aber eine Entscheidungsgrundlage liefern.

Reaktionen aus anderen Schulen und von den Kitas in der Gemeinde Krummhörn bleiben bislang weitestgehend aus. Auf eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung vor einiger Zeit gingen nur wenige Antworten ein. Wann die Ergebnisse der Bedarfsanalyse vorliegen, ist noch nicht klar.

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