Finanzen Hundesteuer steigt in der Krummhörn
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat die Politik in der Gemeinde Krummhörn nun doch die Weichen für Steuererhöhungen gestellt. Auch die Hundesteuer wird erhöht.
Krummhörn - Bei den Haushaltsberatungen vor mehreren Monaten wurden Steuererhöhungen verschiedener Art in der Gemeinde Krummhörn zumindest indirekt beschlossen. Als es um das Festzurren der Satzungen für die Vergnügungs- und Hundesteuer ging, gab es dann wieder Diskussionen im zuständigen Fachausschuss. Und jetzt wird doch erhöht.
Das ist zumindest das Ergebnis der jüngsten nicht-öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses. Das bestätigte die Gemeinde am Montag auf Nachfrage.
Hundesteuer
Moderater als ursprünglich geplant fällt demnach die Erhöhung bei der Hundesteuer aus. So sollte die Steuer für den Ersthund eigentlich von 60 auf 75 Euro im Jahr steigen. Geeinigt hat man sich im Verwaltungsausschuss nun auf 68 Euro.
Auch die Steuern für weitere Hunde steigen – und das stärker als anderweitig kommuniziert. So soll der Zweithund künftig 166 Euro statt 102 Euro kosten. Das ist eine Steigerung um deutlich mehr als die ursprünglich mitgeteilten 25 Prozent. Für jeden weiteren Hund werden 190 Euro statt 128 Euro fällig. Laut Gemeinde schlagen sogenannte „gefährliche Hunde“ künftig mit 820 Euro pro Jahr zu Buche, zuvor waren es 650 Euro.
Zum Vergleich: In der benachbarten Stadt Emden beträgt die Hundesteuer für den ersten Hund 92 Euro, für den zweiten Hund 141 Euro, für jeden weiteren Hund 165 Euro und für einen gefährlichen Hund 615 Euro im Jahr. In der Gemeinde Hinte sind die Sätze wie folgt: für den ersten Hund 64 Euro, für den zweiten Hund 96 Euro, für jeden weiteren Hund 128 Euro und für jeden gefährlichen Hund 614 Euro.
Vergnügungssteuer
Ebenfalls steigen wird die Vergnügungssteuer, zumindest auf „alle Geräte mit Gewinnmöglichkeiten“, so die Gemeinde auf Nachfrage. Der Steuersatz wird hier wie ursprünglich geplant, von zwölf auf 20 Prozent angehoben. Durch diese Erhöhung erhofft sich die Gemeinde Mehreinnahmen von rund 26.000 Euro. Die Erhöhung der Hundesteuer sollte ursprünglich ein Plus von rund 16.000 Euro bringen, wird durch die Anpassung bei den Ersthunden aber niedriger ausfallen.