Sieg im Verbandspokal-Viertelfinale  Ostfriese lässt SSV Jeddeloh vom DFB-Pokal träumen

| | 03.11.2022 16:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Nach dem Elfmeterschießen wurde Marcel Bergmann von den Mitspielern gefeiert.
Nach dem Elfmeterschießen wurde Marcel Bergmann von den Mitspielern gefeiert.
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Beim 5:4 gegen Havelse parierte Marcel Bergmann zwei Elfmeter. Es war das Happy End nach einem für ihn katastrophal gestarteten Fußball-Abend.

Jeddeloh - Erst wollte Marcel Bergmann im Erdboden versinken, dann lagen ihm alle Mitspieler in den Armen: „Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle.“ Der für den ostfriesischen Torwart in Diensten des Ammerländer Fußball-Regionalligisten SSV Jeddeloh bitter gestartete Verbandspokalabend endete mit einem Happy End im Elfmeterschießen.

Marcel Bergmann ist in Jeddeloh der Pokal-Torwart.
Marcel Bergmann ist in Jeddeloh der Pokal-Torwart.

Mit 5:4 gewann der Überraschungs-Zweite der Regionalliga Nord am Mittwochabend im Verbandspokal-Viertelfinale gegen den Ligakonkurrenten TSV Havelse. Im Wettbewerbsstrang der „Profis“ warten im Lostopf für das Halbfinale die Drittligisten VfB Oldenburg und VfL Osnabrück sowie Regionalliga-Rivale Atlas Delmenhorst. Der Verbandspokalsieger qualifiziert sich für den DFB-Pokal der kommenden Saison. Jeddeloh gelang dies einmal, traf im August 2018 auf den Zweitligisten 1. FC Heidenheim und verlor mit 2:5.

Bergmann verschuldete das 0:1

Damals hütete der aus Emden stammende Bergmann noch das Tor des VfL Germania Leer. Nun träumt er selbst von einer Teilnahme am DFB-Pokal. Dabei begann der Abend für den 24-Jährigen bescheiden. Er verlor den Ball an Elia-Mbila Kukanda, der ins leer Tor zur Havelse-Führung einschoss (13.). „Ich hatte einen schlechten ersten Kontakt und verlor den Ball dann bei der Rettungsaktion. Das war klar mein Fehler.“ Doch der Ostfriese „schüttelte“ das Negativerlebnis schnell ab, freute sich über den Ausgleichstreffer kurz vor der Pause und hielt danach das, was auf sein Tor kam. Im Elfmeterschießen konnte er seinen Fehler zum 0:1 dann wieder gutmachen und parierte zwei Elfmeter. Nach der entscheidenden Parade stürmte die gesamte Mannschaft auf ihn zu und herzte ihn. „Das war natürlich ein tolles Gefühl.“

Nachdem er sich vergangenen Saison unter Ex-Trainer Oliver Reck zwischenzeitlich einen Stammplatz erkämpfen konnte, setzt Neu-Trainer Björn Lindemann in der Liga auf Felix Bohe. „Ich bekomme dafür die Pokalspiele“, sagt Bergmann, der mit guten Trainingsleistungen auf seine „Ligachance“ wartet. Die kam schon am Freitag urplötzlich, weil Bohe mit Kreislaufproblemen 20 Minuten vor dem Spiel ausfiel. Bergmann hielt seinen Kasten anschließend sauber und siegte mit dem SSV gegen Rehden 1:0.

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