Entwicklung der Leeraner Innenstadt Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt
Ab Mittwoch können sich Leeraner über die Innenstadt austauschen. Themen sind unter anderem Digitalisierung, Altstadt und der Ernst-Reuter-Platz. Die Teilnahme ist auch spontan möglich.
Leer - Wie soll die Leeraner Innenstadt in Zukunft aussehen? Das ist die Kernfrage, die in dieser Woche in vier Workshops thematisiert werden soll. Dieses Mal sind dabei keine Verkehrsexperten, Wohnexperten, Finanzexperten oder Einzelhandelsexperten gefragt, sondern die Leeraner Bürgerinnen und Bürger. Mit den Workshops soll das Innenstadtkonzept von Leer fortgeschrieben werden. Dafür soll auch Geld aus dem Förderprogramm Perspektive Innenstadt verwendet werden. Mit ihm helfen die EU und das Land Niedersachsen den Kommunen dabei, die Corona-Folgen für die Orts- und Stadtzentren abzumildern. Leer setzt die knapp 900.000 Euro, die es aus dem Programm bekommt, vor allem für den Umbau der Ledastraße ein, ein Teil geht aber auch in die Fortschreibung des Innenstadtkonzeptes.
Digitalisierung
Der erste Workshop beschäftigt sich am Mittwoch mit dem Thema Digitalisierung. Beginn ist um 18 Uhr im Festsaal des historischen Rathauses. Angemeldet haben sich laut Stadtprecher Edgar Behrendt bislang 15 Personen. Die Digitalisierung kann eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Innenstadt spielen: Macht eine Leer-App Sinn? Was müsste sie bieten? Wie können die touristischen, gastronomischen und Shopping-Angebote sinnvoll gemeinsam dargestellt werden? Ergibt es überhaupt Sinn, sie gemeinsam zu präsentieren? Welche Sehenswürdigkeiten müssen digital erreichbar sein – und wie geht das? Welche Informationen braucht es für die An- und Weiterreise und die Bewegung vor Ort? Über diese und andere Fragen wird diskutiert.
Altstadt
Der Workshop „Altstadt“ findet am kommenden Donnerstag um 18 Uhr im Festsaal des Rathauses statt. Er ist momentan der beliebteste. 34 Personen haben sich laut Behrendt dafür schon angemeldet. Wie der Titel schon sagt, steht dabei die Altstadt im Fokus, ihre Anbindung an den Rest der Innenstadt, den Verkehr dort, die Aufenthaltsqualität, Stolperfallen und anderes.
Ernst-Reuter-Platz
Am Freitag dreht sich von 14 bis 18 Uhr im Festsaal alles um den Ernst-Reuter-Platz. Es wird darum gehen, wie er verbessert werden kann. Dabei geht es um folgende Fragen: Wie und von wem soll er in Zukunft genutzt werden? Sollen die Parkplätze erhalten bleiben? Was könnte stattdessen dort installiert werden? Braucht es mehr Grün? Wie kann der Spielplatz aufgewertet werden? Wie sollen sich die verschiedenen Nutzungen über den Platz verteilen? Bleibt der Wochenmarkt oder wäre ein anderer Platz besser? Angemeldet haben sich laut Behrendt bislang 21 Personen.
Wegebeziehung
Zum Abschluss geht es am Sonnabend um „Wegebeziehungen“. Von 10 bis 14 Uhr soll es unter anderem um Fragen gehen wie: Was erlebt jemand, der unter Zeitdruck durch die Stadt hastet? Wie ergeht es einem Menschen mit Rollator oder Rollstuhl? Und wie können sich Touristen zurechtfinden, die keine Ortskenntnisse haben, aber vor allem die schönen Seiten von Leer erleben wollen? Ein anderer Aspekt ist die Verbindung von der Fußgängerzone zur Altstadt. Angemeldet haben sich laut Behrendt 15 Personen.
Spontane Teilnahme
Trotz der abgelaufenen Anmeldefrist sind laut dem Stadtsprecher auch spontane Teilnehmer willkommen. Wer sich dennoch kurzfristig anmelden möchte, kann eine Mail an elke.hinrichs@leer.de schicken.