Es wurde gewählt Diese Jugendlichen können bald in Bunde mitreden
In Bunde wurde zum ersten Mal ein Jugendparlament gewählt. Jetzt steht fest, wer das Rennen gemacht hat.
Bunde - Gehört werden, mitbestimmen und einen Platz zum Treffen: Kinder und Jugendliche haben ihre eigenen Ansprüche an die Politik vor ihrer Haustür. In Bunde wurde dafür nun ein Jugendgemeinderat gewählt. Ein Drittel der rund 500 Jugendlichen und Kindern haben ihre Stimme abgegeben. Begleitet wurden die 14 Kandidatinnen und Kandidaten von den Pädagogen des Jugendbüros. „Ihr könnt alle stolz auf euch sein“, sagte Werner Hoffmann vom Jugendbüro Bunde am Freitag, kurz bevor er die Ergebnisse vorstellte. Besonders zufrieden war man mit der Wahlbeteiligung. In anderen Kommunen Ostfrieslands erreiche man solche Ergebnisse nicht, sagte auch Bürgermeister Uwe Sap. Alle 14 Kandidatinnen und Kandidatinnen hätten Mut bewiesen. „Ich weiß, wie es ist, wenn man sich einer Wahl stellt“, sagte er.
Das Ergebnis
25 Stimmen erhielt Melissa Reemtsema und lag damit vorn. Mit ihr werden Aiske Kollöffel (22 Stimmen), Niklas Lübbers (16), Feemke Kruse (15), Arne Kolthoff (15), Jelte Baumann (12) und Jan-Erik Eden (9) das Jugendparlament bilden.
Ebenfalls kandidiert hatten Lasse Freese (7 Stimmen), Mara Papsdorf (5), Antonia Wolf (5), Dzenita Ahmetovic (5), Jolina Leuning (3), Tammo Engels (3) und Emily-Soraya Behrends (3).
Online hatte man für die Wahl geworben, auch die Stimmen konnten digital abgegeben werden. Die sieben Plätze im Parlament sind vergeben. Auf diejenigen, die es nicht geschafft haben, wartet eventuell ein Nachrückerplatz. „Wir wollen euch motivierten Jugendlichen auch nicht vom Haken lassen. Wir brauchen eure Ideen für das Familienzentrum“, so Hoffmann.
Wo kann es klappen?
Wer am Ende das beratende Mitglied im Jugend-, Sozial- und Sportausschuss der Gemeinde wird, wählen die Jugendlichen selbst, so wie auch ihren Vorstand. Im Ausschuss können Anträge eingebracht werden, außerdem gibt es ein eigenes Budget. Klappt das? In Emden sollte im vergangenen Jahr ein Jugendparlament (Jupa) gewählt werden. Das kränkelte aber an der Mitgliederzahl. Weil sich nicht genug Jugendliche beworben hatten, musste das erste Jupa schließlich als Start-Up die politische Arbeit aufnehmen.
In der Gemeinde Hinte arbeitet das Kinder- und Jugendparlament (Kijupa) an der Umsetzung eines Jugendplatzes – und die Politik hat für die Aufnahme der Planungen den Weg freigemacht. Es könnte auf dem Platz beispielsweise eine Tischtennisplatte, eine Torwand und einen Basketballkorb geben. So schilderte es der 14-jährige Leon Redenius, ein Mitglied des Hinteraner Kijupas, im Mai. Der Platz solle ohne Beaufsichtigung für die Jugendlichen zur Verfügung stehen. Voraussetzung sei aber, dass sich alle an die vor Ort aushängenden Regeln halten, erklärte der Jugendliche.