Trauer um Leeranerin Roelfiene Stolz im Alter von 79 Jahren gestorben
Sie engagierte sich viele Jahre ehrenamtlich – unter anderem im Leeraner Kinderschutzbund und in der evangelisch-reformierten Kirche Leer. Jetzt ist Roelfiene Stolz mit 79 Jahren gestorben.
Leer - Viele Jahre stellte sich Roelfiene Stolz in den Dienst der Allgemeinheit. „Bis an ihre Grenzen“ engagierte sie sich in verschiedenen Bereichen – vor allem aber in der reformierten Kirche Leer und im Leeraner Kinderschutzbund. Am Dienstag, 8. November, ist Stolz nun im Alter von 79 Jahren gestorben.
Als der Kinderschutzbund in Leer am 12. Februar 1973 gegründet wurde, begann Roelfiene Stolz bereits mit ihrer ehrenamtlichen Mitarbeit. Seither war sie ohne Unterbrechung in verschiedensten Funktionen im Vorstand des Kinderschutzbundes gewesen. Viele Jahre arbeitete die Leeranerin als Vertreterin des langjährigen Vorsitzenden Klaus Hinzpeter. Oft war dabei das Geld knapp, bis schließlich die Stadt und der Landkreis Leer sich zur Absicherung des Vereins bereiterklärten – auch das war ein Erfolg für Stolz und Hinzpeter. Beide hatten immer auch Kritik auszuhalten: Denn von Anfang an half der Kinderschutzbund den Kindern von Migranten, was vielen Einheimischen ein Dorn im Auge war.
Selbstloses Handeln zum Wohle der Kinder
Im vergangenen Jahr wurde Stolz für ihr jahrzehntelanges Engagement im Kinderschutzbund mit der Goldenen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet. Durch ihr selbstloses Handeln habe sie zum Wohle der Kinder beigetragen, lobten damals der erste Vorsitzende Richard Heeren und Pastor Uwe Wiarda.
Doch nicht nur im Kinderschutzbund engagierte sich Roelfiene Stolz. Viele Jahre war sie zudem Vorsitzende des Kirchenrates der reformierten Gemeinde Leer. Sie habe die Geschicke der Kirchengemeinde als großes Herzensanliegen und mit beispiellosem Einsatz geleitet. „Die umfangreiche Sanierung der Großen Kirche und der Orgel bleiben auf das Engste mit ihr verbunden“, würdigt die Gemeinde Roelfiene Stolz. Egal in welchen Bereichen Unterstützung benötigt worden sei, „,Rolli‘ war immer zuverlässig zur Stelle“. Eine ihrer besonderen Gaben sei es gewesen, ein waches Auge für die kleinen und großen Sorgen ihrer Mitmenschen zu behalten.
Die Beerdigung von Roelfiene Stolz findet am Dienstag, 15. November, um 14 Uhr auf dem Alten Reformierten Friedhof am Westerende statt. Um 15 Uhr beginnt ein Trauergottesdienst in der Großen Kirche.