Radverkehr Wann wird der Sielweg saniert?
Seit Juni ist es um den Sielweg recht still geworden. Was sagen die Gemeinde Hinte und die Stadt Emden zum Stand der umfangreichen Sanierung des wichtiges Radweges?
Hinte/Emden - Es war und ist ein ziemlicher Erfolg für die CDU in Hinte: Auf ihre Initiative hin gibt es das Gemeinschaftsprojekt „Harsweger Ziegelei“ zwischen der Stadt Emden und der Gemeinde Hinte. Das Ziel: Die Sanierung mehrerer Radwege, darunter der beliebte Sielweg.
Was und warum
Darum geht es: In den nächsten Wochen könnten, je nach Witterung, die ersten Arbeiten am Projekt „Harsweger Ziegelei“ beginnen.
Vor allem interessant für: diejenigen, die regelmäßig zwischen Emden und Hinte unterwegs sind.
Deshalb berichten wir: Wir haben uns gefragt, wie der Stand beim millionenschweren Sanierungsprojekt ist. Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de
Für Radfahrer und auch Fußgänger sind der Weg Harsweger Ziegelei/Heimstättenweg und Sielweg eine beliebte Verbindungsstrecke zwischen Hinte und dem naheliegenden Emden. Im Februar dieses Jahres wurde ein Förderbescheid über rund 2,1 Millionen Euro des Bundes an die Verwaltungen der beiden Kommunen übergeben. Was ist seitdem passiert?
Kosten waren zuletzt gestiegen
„Wir haben die Ausschreibungen vorbereitet“, so Hintes Bürgermeister Uwe Redenius gegenüber dieser Zeitung. Diese seien nun auch erfolgt und es seien auch Angebote eingegangen. „Wir haben unsere Empfehlung ausgesprochen, aber die ganze Sache muss noch geprüft werden.“ Dies sei ein normaler Vorgang.
Die Sanierungsmaßnahmen werden vom Bund über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ gefördert. Seit der Übergabe des Förderbescheides ist die Gesamtsumme, die investiert werden muss, allerdings gestiegen. Wurden zunächst 2,3 Millionen Euro veranschlagt, war man zuletzt um Juli bei 2,48 Millionen Euro. Ob es noch weitere Steigerungen geben wird, ist unklar. Geplant ist, die Radroute Harsweger Ziegelei/Heimstättenweg auf einer Länge von 2,7 Kilometern auf rund 3,5 Meter zu verbreitern und sowohl auf Emder als auch Hinteraner Seite die Beleuchtung auszubauen. Alles muss bis Ende des kommenden Jahres fertig sein, um den Anspruch auf die Fördermittel nicht zu verlieren.
Arbeiten sollen bald starten
Die Fördersumme ist unterdessen fix – und nichtsdestotrotz sehr hoch. 90 Prozent der Kosten waren es ursprünglich. Mit steigenden Kosten steigt also der Eigenanteil, den Stadt und Gemeinde übernehmen müssen. Grund für die zuletzt gestiegenen Kosten war ein geologischen Streckengutachten. Dies trifft unter anderem Aussagen über die Tragfähigkeit des Untergrundes, über Verwertungsmöglichkeiten der auszutauschenden Böden sowie über das Abführen von aufstauendem Sickerwasser.
Dennoch ist das gesamte Vorhaben im Zeitplan. „Spätestens Anfang kommenden Jahres sollen die Arbeiten beginnen“, so Redenius. Und auch die Stadt Emden ist zuversichtlich. „Die Auftragsvergabe wird in Kürze erfolgen“, heißt es auf Nachfrage aus der Pressestelle. Und weiter: „Die Bauhauptarbeiten werden in 2023 stattfinden. Je nach Wetterlage könnten auch in diesem Jahr schon Kabelverlegearbeiten und ähnliches starten.“