Verleihung  Johann Saathoff mit Keerlke-Preis ausgezeichnet

| | 19.11.2022 11:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bei der Preisverleihung: (von links) Keerlke-Preisträger Johann Saathoff, Hans Freese vom Verein Oostfreeske Taal und Laudator Frank Baumann. Foto: J. Doden
Bei der Preisverleihung: (von links) Keerlke-Preisträger Johann Saathoff, Hans Freese vom Verein Oostfreeske Taal und Laudator Frank Baumann. Foto: J. Doden
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Der Verein Oostfreeske Taal hat den SPD-Bundestagsabgeordneten für seine Verdienste um die plattdeutsche Sprache ausgezeichnet. Der Keerlke-Preis wurde am Freitagabend in Hinte verliehen.

Ostfriesland - Erst durfte er am Freitagabend im Hotel Novum in Hinte die Festrede halten, dann den diesjährigen Keerlke-Preis, den wichtigsten ostfriesischen Preis für Verdienste um die plattdeutsche Sprache, entgegennehmen: Johann Saathoff. Der Keerlke-Preis wird seit 1993 vom Verein Oostfreeske Taal vergeben. Nur 2020 wurde wegen der Corona-Pandemie die Verleihung ausgesetzt. Der Preis ist eine von Christian Eisbein geschaffene Tonfigur, angelehnt an die gleichnamige Romanfigur von Wilhelmine Siefkes.

Saathoff, der seit 2013 ostfriesischer SPD-Abgeordneter im Bundestag ist, habe sich während seiner gesamten politischen Karriere und auch privat für die plattdeutsche Sprache eingesetzt, so Hans Freese, Oostfreeske-Taal-Vorsitzender. Schon als erster hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Krummhörn habe er „das Plattdeutsche in die Räte und die Politik gebracht“. Damit habe er auch seit seiner Zeit in Berlin nicht aufgehört, im Gegenteil. „Auch überregional kennt man jetzt das Plattdeutsche“, so Freese gegenüber dieser Zeitung weiter.

Zur Person: Johann Saathoff wurde am 9. Dezember 1967 in Emden geboren. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) arbeitete Saathoff unter anderem für die Bezirksregierung Weser-Ems und die Hochschule Emden/Leer. Saathoff wohnt mit seiner Frau und seinen Kindern in Pewsum. Überregional für Aufsehen sorgte Saathoff mit einer Rede im März 2018 im Bundestag. Zur Forderung der AfD, Deutsch als Landessprache im Grundgesetz zu verankern, sagte Saathoff: „Düütschland word neet armer dör anner Spraken, Düütschland word rieker, un doarup motten wi stolt ween.“ („Deutschland wird nicht ärmer durch andere Sprachen, Deutschland wird reicher, und darauf müssen wir stolz sein.“)

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