Treffen in Greetsiel  Massenaustritt abgewendet – das verspricht die Bürgermeisterin der Feuerwehr

| | 30.11.2022 20:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bernd Oltmanns (vorne links), Sprecher der Gruppe, die mit Austritt gedroht hatte, und Bürgermeisterin Hilke Looden gaben sich am Mittwochabend für das Foto symbolisch die Hand. Der Massenaustritt konnte abgewehrt werden. Foto: Hock
Bernd Oltmanns (vorne links), Sprecher der Gruppe, die mit Austritt gedroht hatte, und Bürgermeisterin Hilke Looden gaben sich am Mittwochabend für das Foto symbolisch die Hand. Der Massenaustritt konnte abgewehrt werden. Foto: Hock
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Am Mittwochabend endete ein Ultimatum, das die Feuerwehr-Nord der Gemeinde Krummhörn gesetzt hatte. Bürgermeisterin Hilke Looden konnte die Krise und den angedrohten Massenaustritt abwenden.

Krummhörn - Knapp zwei Wochen ist es her, dass die Mehrheit der Feuerwehr Krummhörn-Nord mit dem Austritt gedroht hat. Am Mittwochabend lief die Frist ab, die die Einsatzkräfte der Verwaltung eingeräumt haben – und es gab eine Entscheidung.

Der Grund für den angedrohten Massenaustritt, kurzgefasst: Unzufriedenheit, weil das versprochene neue Feuerwehrhaus bislang weder gebaut noch, in der Wahrnehmung der Feuerwehrleute, in der Planung deutlich vorangeschritten ist. Nach dem wirksamen Auftritt der Feuerwehrleute in einer Ausschusssitzung am 17. Oktober gab es in dieser Woche zwei Treffen. Eines, unter Ausschluss der Presse am Dienstagabend, eines an Mittwochabend im Greetsieler Feuerwehrhaus. „Uns wurde am Dienstagabend ein Konzept vorgestellt, das sehr schlüssig ist“, so Gemeindebrandmeister Jan-Jürgen Lüpkes am Mittwochvormittag auf Nachfrage dieser Zeitung.

Am Mittwoch endete das Ultimatum

Ein gutes Zeichen für das Treffen am Mittwochabend im Feuerwehrhaus Greetsiel. Mit dem Treffen endete das Ultimatum, das die Feuerwehrleute der Verwaltung und allen voran Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) gesetzt hatten. Die Einsatzkräfte forderten ein überzeugendes Konzept, wie es mit dem lange versprochenen Feuerwehrhaus-Neubau weitergehen soll. Schon im Laufe des Tages mehrten sich die Anzeichen dafür, dass die Gemeinde zur Zufriedenheit der Feuerwehr reagieren würde.

Und so kam es dann auch: Nach einem kurzen Vortrag über das weitere Vorgehen beim Bau des neuen Feuerwehrhauses durch die Bürgermeisterin und einer kurzen Beratung, konnte buchstäblich Entwarnung gegeben werden. „Der Brandschutz in Greetsiel bleibt sichergestellt“, verkündete Gruppensprecher Bernd Oltmanns. Die Gruppe habe einstimmig den Beschluss gefasst, die Drohung nicht wahr zu machen. Das neue Feuerwehrhaus für den Abschnitt Nord soll an der Kreisstraße 233 nahe der Kleinbahnstraße in Greetsiel entstehen. Der Neubau ist auch aufgrund der Fusion der Feuerwehren Manslagt und Greetsiel zur Feuerwehr-Nord notwendig.

Das ist der Plan der Gemeinde

Tatsächlich wurde Looden so konkret, wie es in solchen Planungsbelangen möglich ist. Im Januar wolle man den Genehmigungsantrag für die Änderung des Flächennutzungsplanes stellen. Auch der Bauantrag soll dann gestellt werden. „Bis dahin ist auch schon abgeklärt, ob die Anträge genehmigungsfähig sind“, versprach die Bürgermeisterin. Man habe zuletzt nochmals intensiv mit dem Landkreis als Genehmigungsbehörde Rücksprache gehalten. Zu Verzögerungen beim Bauvorhaben „neues Feuerwehrhaus“ war es zuletzt gekommen, weil das Regenrückhaltebecken aufgrund neuer Bestimmungen umgeplant werden musste.

Im Laufe des kommenden Jahres rechne man mit der Genehmigung des Bauantrages. Bis es so weit ist, sollen die Ausschreibungen vorbereitet werden, so dass man bei Vorlage der Baugenehmigung diese gleich starten könne. Dann sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis mit dem Bau begonnen werden könne.

„Ich werde diesen Zeitplan auch rumschicken. Darauf können Sie sich beziehen und daran können Sie uns messen“, so Looden zu den Feuerwehrleuten. „Zeugen genug gibt es dafür ja auch“, sagte sie weiter. Neben der Gruppe, die mit dem Austritt gedroht hatten, sowie Angehörigen anderer Krummhörner Wehren, nahmen Ratsvertreter und Bürger an dem Treffen teil. Das Verfahren an sich beschleunigen könne die Verwaltung nicht, weil man nun von anderen Stellen abhängig sei. „Aber den Landkreis Aurich trifft an den Verzögerungen keine Schuld“, betonte die Bürgermeisterin.

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