Betrugsvorwurf Berufungsprozess gegen ostfriesischen Notar anberaumt
Im März hatte das Amtsgericht Leer einen Notar wegen Betrugs verurteilt – und der ging dagegen vor. Die Berufungsverhandlung wird erst mehr als ein Jahr später beginnen.
Leer/Aurich - Die in der vergangenen Woche ausgefallene Berufungsverhandlung gegen einen Notar aus dem Landkreis Leer ist neu terminiert worden. Nach Angaben von Richterin Iris Schmagt, stellvertretende Pressesprecherin des Landgerichts Aurich, beginnt der öffentliche Prozess in zweiter Instanz am Montag, 24. April, um 14 Uhr. Das Amtsgericht Leer hatte den Juristen im März wegen Betrugs zu einer Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen zu jeweils 125 Euro (6250 Euro) verurteilt. Gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil war er vorgegangen. Nun muss sich das Landgericht als nächsthöhere Instanz mit dem Fall beschäftigen.
Ursprung der Sache war die Scheidung eines damals in Ostfriesland lebenden Ehepaares, in deren Zusammenhang ein Grundstück in Leer auf die Ex-Frau überschrieben wurde. Bei der Übertragung wurde der Überzeugung des Amtsgerichts Leer zufolge der falsche Wert eingetragen – weil sich die Höhe der Gerichtsgebühren am Wert der Immobilie bemisst. Lediglich 108 Euro wurden eingespart, weswegen der Notar zu seiner Verteidigung vor Gericht auch angeführt hatte, dass er sich für einen so geringen Betrag wohl kaum strafbar gemacht hätte. Das Gericht war anderer Meinung.
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