Ausblick 2023 Diese Bauprojekte werden Hinte beschäftigen
Turnhalle, Sportplatz, Demenzzentrum, Speisehaus: Geht alles gut, werden im kommenden Jahr mehrere Bauprojekte in der Gemeinde Hinte angestoßen oder sogar komplett umgesetzt.
Hinte - Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Statt eines Rückblicks auf das, was die Gemeinde Hinte in diesem Jahr beschäftigt hat, schaut diese Zeitung in verschiedenen Artikel auf das kommende Jahr voraus. Los geht es mit dem Thema Bauprojekte.
Dreifachturnhalle
Eines der größten Bauprojekte wird die Sanierung der Dreifachturnhalle, auch wenn die notwendigen Arbeiten dafür wahrscheinlich erst 2024 losgehen werden. Doch kurz vor Weihnachten kam eine wichtige Nachricht aus Berlin: Der Bund fördert die Sanierung der Dreifach-Turnhalle in der Gemeinde Hinte mit 3,375 Millionen. Euro. Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Daraus sind in den vergangenen Jahren schon mehrere Projekte in Ostfriesland gefördert worden, unter anderem die Sanierung des Borssumer Freibads.
Der Rat der Gemeinde Hinte hatte sich im April für die Antragsstellung zur Aufnahme in das Investitionspaket zur Förderung von Sportstätten ausgesprochen. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde Hinte liegt bei 865.385 Euro. Auch der Landkreis Aurich beteiligt sich an den Kosten. Laut Hintes Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) werden im kommenden Jahr die notwendigen Ausschreibungen und Pläne fertiggestellt. Die Sanierung müsse europaweit ausgeschrieben werden.
Die Halle aus dem Jahr 1979 soll zu einem Sportbegegnungszentrum weiterentwickelt werden, in dem neben der sportlichen Nutzung durch Vereine und Schulen auch verschiedene öffentliche Veranstaltungen stattfinden sollen.
Sportplatz
Sportlich geht es weiter: Für rund 550.000 Euro soll im kommenden Jahr der Sportplatz am Bleskeweg saniert werden. 400.000 Euro gibt hier das Land Niedersachsen dazu, die Restsumme teilen sich die Gemeinde Hinte und der Landkreis Aurich. Dies allerdings nicht zu den üblichen 60 Prozent zulasten des Landkreises und 40 Prozent zulasten der Gemeindekasse. „Der Landkreis übernimmt quasi nur den Teil, der auch von der Schule genutzt wird“, so Redenius im September bei der Übergabe des Förderbescheids. Die Sportanlage liegt gegenüber der IGS Krummhörn-Hinte und wird auch von Vereinen, allen voran dem TuS Hinte, genutzt. „Aber auch das Sport-Abi wird hier abgenommen“, so der Bürgermeister.
Saniert werden muss vor allem die Tartanbahn aus dem Jahr 1981. Unter anderem seien die Laufbahnumrandungen in einem so schlechten Zustand, dass eine unfallfreie Nutzung schwierig wird. Aber auch der Naturrasen-Platz für Fußballer soll neugestaltet werden. Dass mit den Arbeiten noch nicht begonnen wurde, hat einen bestimmten Grund: „Tartan wird zwischen Mai und September verarbeitet“, sagte Redenius im September.
Demenzzentrum
Wenn vor allem die Zinsgötter wollen, wird sich in Loppersum im kommenden Jahr etwas tun. Dann könnten die nächsten Schritte für das geplante Demenzzentrum in Loppersum auf den Weg gebracht werden. Tatsächlich, so die Projektentwickler auf Anfrage vor etwas mehr als einem Monat, hänge es vor allem am Zinssatz.
Geplant ist, den denkmalgeschützten Gulfhof Ringena so herzurichten und zu erweitern, dass dort ein Demenzzentrum für bis zu 80 Bewohnerinnen und Bewohner entsteht. Ein Neubau mit Mitarbeiterwohnungen sowie eine entsprechende Gestaltung des rund 23.000 Quadratmeter großen Grundstückes sollen das Projekt abrunden.
Speisehaus
Fertig werden müsste in den kommenden Wochen oder Monaten das Speisehaus für die Grundschule in Hinte. Das sagt zumindest der SPD-Fraktionsvorsitzende aktuell Andreas Weerda auf Nachfrage. Der Neubau war nötig geworden, weil eine Verpflegung der Grundschüler in der benachbarten IGS mehr Probleme verursachte als löste. Das Land Niedersachsen bezuschusste auch diesen Bau, der eigentlich schon lange hätte abgeschlossen sein soll. Verschiedene Faktoren führten aber zu Verzögerungen. Laut Bürgermeister soll der Neubau spätestens mit Beginn des kommenden Schuljahres in Betrieb genommen werden.