24 Stunden für den letzten Wunsch Apnoetaucher wollen Spenden ertauchen – Weltrekord angepeilt
Mit nur einem Atemzug in der Lunge wollen vier Hobby-Apnoetaucher einen Weltrekord anpeilen. Der 24-Stunden-Versuch hat aber auch einen anderen Grund.
Bunde/Leer - Tief einatmen: Der Hobby-Apnoetaucher Holger van der Slyk aus Bunde will mit drei weiteren Sportlern einen Weltrekord anpeilen – und damit etwas Gutes tun. Im Plytje-Bad in Leer wollen die Taucher ohne Geräte und nur mit einem Atemzug in der Lunge möglichst häufig Bahnen tauchen – und das innerhalb von 24 Stunden. „Hintergrund der Idee ist der Versuch, mit vier Hobby-Apnoeisten den Weltrekord des Neuseeländers William Trubridge von über 55 Kilometern in 24 Stunden zu brechen“, erklärt van der Slyk.
Um hier einen Anreiz für jeden Taucher zu setzen, möglichst viele Bahnen zu tauchen, suche man private Spender oder Sponsoren, die pro getauchter Bahn einen Betrag zahlen wollen, so van der Slyk. „Empfänger aller Spenden ist der Verein ‚Steernsnupp’ in Bunde“, sagt er. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, schwer kranken Menschen ihre letzten Wünsche zu erfüllen.
So soll es ablaufen
Am 25. März soll der 24-stündige Rekordversuch im Plytje ab 7 Uhr starten. Die vier Apnoetaucher gehören der Tauchgemeinschaft Papenburg an. „Jeder der vier Taucher hat einen Ersatzmann, der bis unmittelbar vor dem Start einspringen kann“, so van der Slyk. „Gezählt werden nur die Bahnen, die komplett mit einem Atemzug, ohne fremde Hilfe durchgetaucht werden“, sagt er. Aber: Sei eine Bahn getaucht, könne kein Ersatz mehr einspringen.
Das Apnoetauchen ist anspruchsvoll: „Bricht einer der Taucher die Aktion vor Ablauf des Zeitlimits ab, werden die Bahnen gezählt, die bis dahin getaucht wurden“, so der Sportler. Im Gegensatz zum Gerätetauchen werde für den Tauchgang nur ein Atemzug genutzt, den Zeitraum des Luftanhaltens bezeichnet man als Apnoe. Die Teilnehmer werden mit Apnoeflossen, Neopren-Anzug, Maske, Schwimmbrille, Nasenklammer und Blei ausgestattet ins Becken steigen – mehr nicht.
Wer den Langzeit-Rekordversuch pro Bahn oder mit einem Einzelbetrag unterstützen möchte, kann sich per Mail unter Holger-v-d-slyk@t-online.de melden.