Final-Wochenende begann mit Ärger  Security im Einsatz – Tumulte und Rote Karten beim Aurich-Cup

| | 09.01.2023 12:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In der Sparkassen-Arena sahen die Zuschauer meist faire und interessante Spiele und manchmal auch spannende Entscheidungen vom Neunmeterpunkt (Foto). Doch am Freitagabend wurde es in einem der letzten Spiele unschön. Foto: Doden/Emden
In der Sparkassen-Arena sahen die Zuschauer meist faire und interessante Spiele und manchmal auch spannende Entscheidungen vom Neunmeterpunkt (Foto). Doch am Freitagabend wurde es in einem der letzten Spiele unschön. Foto: Doden/Emden
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So toll das Turnier Sonntag endete, so unschön verlief der Freitagabend. Bei und nach einem Spiel gab es drei Rote Karten für Egels und Tumulte. Auch ein Schiedsrichter soll attackiert worden sein.

Aurich - Unschön endete der Freitagabend beim Aurich-Cup. In und nach der vorletzten Partie des Abends sahen der Torwart, Trainer und Betreuer der SG Egels-Popens die Rote Karte. Es war fast 23 Uhr, als angesichts der aufgeheizten Atmosphäre sogar der Sicherheitsdienst zur Hilfe eilen musste. „Einige Egelser wurden von der Security der Halle verwiesen“, bestätigte Stefan Wilts, Organisationschef des Aurich-Cups.

In der letzten Partie des Herren-II-Wettbewerbes ging es noch ums Weiterkommen und die Qualifikation für den Finaltag. Die SG Egels-Popens führte kurz vor Beginn der Schlussphase 2:1 gegen die U23 von BW Papenburg, als Schiedsrichter Dennis Weyrauch (Germania Wiesmoor) eine Aktion des Egelser Torwartes gegen einen Gegenspieler als Tätlichkeit bewertete und ihm die Rote Karte zeigte. Die Egelser echauffierten sich über diese Entscheidung, der Keeper rannte plötzlich auf die Tribüne und Trainer Mario Flier zuvor aufs Feld, um dem Unparteiischen seine Meinung zu sagen. Weyrauch zeigte daraufhin SG-Trainer Flier die Rote Karte. Er musste den Innenraum verlassen, begleitet von zwei Security-Mitarbeitern.

Betreuer soll Schiedsrichter attackiert haben

Bei der Aktion des Egelser Torwarts gegen einen Gegenspieler bekam Papenburg noch einen Neunmeter zugesprochen, den das Team zum 2:2 verwandelte. Dann sorgte ein Hallensprecher kurzzeitig für Verwirrung, weil er mitteilte, die SG könne wieder auffüllen. Doch nur bei einer Zeitstrafe darf die Mannschaft den vierten Spieler wieder aufs Feld schicken, wenn ein Gegentor gefallen ist – nicht bei einer Roten Karte. Das Durcheinander wurde schnell geklärt.

Egels kassierte dann in Unterzahl noch das 2:3 und war ausgeschieden. Dann stürmte nach dem Abpfiff ein Egelser Betreuer auf das Feld und soll Schiedsrichter Weyrauch den Ball aus der Hand geschlagen haben und den Unparteiischen mit den Händen auf die Brust gestoßen haben. Daraufhin sah auch der Betreuer die Rote Karte.

Schiedsrichter-Chef erlebte alles mit

Das alles passierte auch noch vor den Augen vom ostfriesischen Schiedsrichter-Chef Martin Brandt (Rhauderfehn), der an dem Abend als Schiedsrichter aktiv war und das folgende Spiel erst anpfiff, als Security-Mitarbeiter sich vor aufgebrachten Zuschauern positioniert hatten. Manche sollen zwischenzeitlich auch das Feld betreten haben. Die Schiedsrichter verließen nach dem Turnier ungeduscht und mit Security-Begleitung die Sparkassen-Arena Richtung ihrer Autos.

Der Unparteiische Dennis Weyrauch hat einen Sonderbericht angefertigt. So wird sich das Sportgericht mit den Vorkommnissen in Aurich beschäftigen.

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